Am 17. Juni wurde bekannt, dass der Christopher Street Day in Regensburg am 5. Juli anders als geplant stattfinden wird. Grund dafür ist laut CSD-Organisator Alexander Irmisch eine »abstrakte Gefährdungslage«. Demnach hat es ein Drohschreiben gegeben. Die Entscheidung, die ursprünglichen Pläne zu ändern, ist in Absprache mit der Polizei und dem Ordnungsamt getroffen worden. Unter anderem wird die Strecke kürzer ausfallen. Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelt. Am 20. Juni beleidigte ein 29jähriger nach Informationen des Tagesspiegels einen 60jährigen in einem Berliner Park antisemitisch und bedrohte ihn mit einem Messer. Der 60jährige war demnach mit seinem Hund im Kreuzberger Park am Gleisdreieck spazieren und trug dabei sichtbar einen Davidstern, als ihm ein 29jähriger, bekleidet mit einer Kufiya, begegnete, ihn anschrie – »Du Mörder. Hau ab!« –, den Mittelfinger zeigte und ein Messer aus der Tasche zog. Der 29jährige habe gerufen, dass der 60jährige Blut an den Händen habe, und den Davidstern mit dem Hakenkreuz verglichen. Beschwichtigungsversuche seien erfolglos geblieben. Der 29jährige sei stattdessen mit gezogenem Messer auf den 60jährigen zugerannt, habe dabei stichartige Bewegungen gemacht und geschrien: »Ich stech’ dich ab! Ich stech’ den Hund ab!« Er ließ erst ab, als die Polizei eintraf. Bei der Marzahn Pride am 21. Juni ist es nach Polizeiangaben zu einem versuchten Angriff auf Teilnehmer gekommen. Rechtsextreme hatten eine Gegenkundgebung angemeldet und versucht, die Parade zu stören. Anschließend meldeten sie eine Demonstration im Nachbarbezirk Lichtenberg an, an der nach Informationen der Monitoringstelle Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus rund 50 Rechtsextreme teilnahmen. Sie schafften demnach aufgrund der Hitze allerdings nur drei der elf Kilometer, die sie für ihre Demonstration angemeldet hatten. Am Rande des CSD-Umzugs im sächsischen Borna am gleichen Tag zeigte ein 15jähriger laut Stern den Hitlergruß. pb