Schutzmembran gegen Bullshit
Natürlich wäre diese Kolumne eine wunderbare Gelegenheit, noch einmal genau auszuführen, wie engagiert die Wassermelonen-Linke an der Seite mörderischer Regime steht, solange diese aktiv die Vernichtung Israels propagieren. Dass die USA Samstagnacht iranische Atomanlagen bombardierten, führte nämlich – nicht überraschend – zu einem neuen Engagement-Schub bei diesen Leuten, die seither neben Hamas- nun auch noch Mullah-Propaganda verbreiten. Und Tweets verfassen, in denen sie prognostizieren, dass bald jedes Land fürchten muss, angegriffen zu werden. Weil halt.
Andererseits ist es ermüdend, sich ständig den wassermelonischen Unfug durchzulesen. Sehr ermüdend, zumal draußen der Sommer begonnen hat und es viel interessantere Dinge zu tun gibt. Sich die Fingernägel hellblau zu lackieren, beispielsweise. Oder vom Kurzurlaub an der Ostsee zu erzählen. Oder davon, wo man war, als die Breaking News vom US-Angriff – aber nein, das ist zwar eine ausnehmend lustige Geschichte, erzählt wird sie jedoch jetzt nicht. Wobei – neinneinnein.
Sehr praktisch also, so eine Nickhaut. Und ein großes Elend, dass Menschen sie nicht haben.
Kommen wir stattdessen zu den Rauers, die unermüdlich ihre ziemlich groß gewordenen Fischadler-Küken füttern, die übrigens bemerkenswert friedlich miteinander umgehen, wahrscheinlich weil sie ständig irgendwelchen frischen Fisch in die Schnäbel gestopft bekommen. Oder eingeschlafen sind und umfallen. Dass Fischadler-Küken einschlafen, merkt man daran, dass ihre Augen plötzlich von unten nach oben weiß werden, weil sie – wie viele andere Vogelarten auch – eine Nickhaut haben. Das ist eine dünne Membran zum Schutz für die Augen, die obendrein eine Reinigungsfunktion hat, sagt jedenfalls Chat GPT.
Sehr praktisch also, so eine Nickhaut. Und ein großes Elend, dass Menschen sie nicht haben, wäre doch schick, wenn man bei X und anderen Wassermelonen-Habitaten unterwegs ist und sich wenigstens angesichts des gröberen Bullshit automatisch eine Schutzmembran vor die Augen klappen könnte. Gut, große Teile des Internets könnte man dann gar nichts mehr lesen, aber so schlimm wäre das eigentlich auch nicht.