03.07.2025
Chronik rassistischer und antisemitischer Vorfälle

Deutsches Haus #27/2025

Am 24. Juni beleidigte ein 27jähriger laut dem schwulen Antigewaltprojekt Maneo einen 20jährigen Ukrainer am Berliner S-Bahnhof Westhafen zunächst schwulenfeindlich und schlug ihm dann ins Gesicht. Der mutmaßliche Täter flüchtete demnach zunächst, wurde wenig später allerdings von der Polizei am Bahnhof Jungfernheide festgenommen; beim Tatverdächtigen wurde eine Blutalkoholkonzentration von 2,08 Promille festgestellt. In der Nacht zum 28. Juni griff eine Gruppe junger Leute die queere »Tipsy Bear Bar« in Berlin-Prenzlauer Berg an. Dem Tagesspiegel zufolge riss eine Person die Regenbogenflagge vor der Bar ab, eine andere beleidigte den Besitzer. Außerdem soll ein junger Mann einen Baseballschläger bei sich getragen haben. Am selben Tag marschierten etwa 30 Neonazis durch Berlin-Hellersdorf, die der Monitoringstelle Democ zufolge größtenteils der Gruppe »Jung und Stark« zuzuordnen sind. Dabei skandierten sie Parolen wie »Es gibt kein Recht auf Homo-Propaganda« und »Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen«. Am späten Abend habe ein 23jähriger den Besitzer des schwulen Cafés »Romeo & Romeo« im Nollendorf-Kiez in Berlin-Schöneberg vor seinem Geschäft beleidigt und angegriffen, berichtete der Tagesspiegel. Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano berichtete, der mutmaßliche Täter habe dem Café-Betreiber eine Bierflasche auf dem Hinterkopf zerschlagen. Der Besitzer des Cafés habe daraufhin mit einer Platzwunde im Krankenhaus behandelt werden müssen. Am selben Abend beleidigte ein 34jähriger laut Stern zwei Besucher des Christopher Street Day in Soest. Als diese auf die Beleidigungen nicht eingegangen seien, habe der Mann einer 22jährigen gegen die Hüfte getreten und gegen den Arm geschlagen.  pb