Fotos, Farbbeutel, Faustschläge
Die steigende Gewaltbereitschaft der extremen Rechten richtet sich immer häufiger gegen die Linkspartei. Die Taten reichen von Sachbeschädigungen von Geschäftsstellen und Büros bis hin zu gezielten Angriffen auf Einzelpersonen. Erst Mitte Juni traf es das Wohnhaus einer kommunalen Mandatsträgerin im Altmarkkreis. Der Landesverband Sachsen-Anhalt der Linkspartei berichtet von insgesamt 13 Hakenkreuzen an ihrer Hauswand.
»Allein in diesem Jahr mussten wir mehrere Angriffe auf Parteibüros und Mitglieder verzeichnen«, teilt Jan Rötzschke, Landesgeschäftsführer der Linkspartei Sachsen-Anhalt, der Jungle World mit. »Rechtsextreme Einschüchterungsversuche gehören leider längst zum Alltag.« Ihm zufolge sinkt die Hemmschwelle für rechtsextreme Gewalt. »In Sachsen-Anhalt ist das politische Klima spürbar rauer geworden.«
»Rechtsextreme Einschüchterungsversuche gehören leider längst zum Alltag.« Jan Rötzschke, Landesgeschäftsführer der Linkspartei Sachsen-Anhalt
Auch im benachbarten Thüringen steigt die Zahl der Einschüchterungsversuche. Im vergangenen Jahr kam es zu 29 Angriffen auf Büros der Linkspartei. In diesem Jahr habe es bereits einen Eierwurf auf das Büro in Nordhausen gegeben und in Gotha und Suhl seien mehrfach rechtsextreme Aufkleber hinterlassen worden, berichtet der kommissarische Landesgeschäftsführer Paul Gruber der Jungle World. Am Himmelfahrtswochenende schmierten Unbekannte auf die Fensterfront des Kreisverbandsbüros in Gotha einen Davidstern.
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