Glotzt nicht so viel Romcoms!
Jessica (Megan Stalter) hatte sich ihr Leben als Mittdreißigerin anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie da längst Regisseurin sein, aber noch immer arbeitet sie als Aufnahmeleitung am Set einer Filmproduktion in New York City.
Als ihr Partner Zev (Michael Zegen) sie mit der Influencerin Wendy Jones (Emily Ratajkowski) betrügt, sieht sie sich gezwungen, das gemeinsame Heim zu verlassen und ins dysfunktionale Gefüge ihrer jüdisch-amerikanischen Familie zurückzukehren. Ihre Schwester (Lena Dunham) ist schwer depressiv, die Mutter und Großmutter können noch immer nicht damit aufhören, Jessica zu bewerten und alles in ihrem Leben zu kommentieren.
Ihre Freizeit verbringt sie nun auf Instagram, wo sie obsessiv das Leben von ihrem Ex und Wendy Jones verfolgt. Damit nicht genug: Der exzessive Konsum britischer Romcoms mitsamt dem darin inszenierten Versprechen der großen, alles rettenden Liebe lassen Jessica immer selbstmitleidiger werden. Um sich zu trösten, adoptiert sie Astrid, einen schwer traumatisierten Pflegehund.
Wie schon »Girls« ist auch »Too Much« autobiographisch geprägt. Dunham ist gleich Jessica von New York nach London gezogen und hat sich dort in einen britischen Musiker verliebt. Darüber hinaus spiegelt die Serie eine Transformation wider.
Als Jessica überraschend ein Stellenangebot aus London bekommt, zögert sie nicht und verlässt gemeinsam mit Astrid New York, um in der britischen Hauptstadt neu anzufangen. England, Schauplatz und Heimat großer Liebesgeschichten von Jane Austens Romanen bis zur Filmkomödie »Notting Hill«!
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