Am 9. Juli sei es in Berlin-Spandau zu einer rassistischen Beleidigung und Körperverletzung gekommen, berichtete die Polizei. Die Betroffene, eine 74jährige, sei gegen 9 Uhr in einem Bus am Kladower Damm Ecke Neukladower Allee von einer flüchtigen Bekannten zunächst rassistisch beschimpft und dann gegen den Hinterkopf geschlagen worden sein. Der Busfahrer habe die mutmaßliche Angreiferin daraufhin aufgefordert, den Bus zu verlassen. Am 11. Juli beleidigte ein 53jähriger eine 50jährige Kenianerin laut der Rhein-Neckar-Zeitung in einer S-Bahn auf der Fahrt von Mannheim nach Heidelberg rassistisch; als andere Reisende die Frau in Schutz nehmen und deeskalierend wirken wollten, wurden auch sie beleidigt. Demnach sei der Mann ausfallend geworden, als die Betroffene nach einem Sitzplatz gefragt hatte. Am gleichen Tag hätten zwei Männer andere Gäste auf dem Elektromusik-Festival »Airbeat One« in Neustadt-Glewe rassistisch beleidigt, den Hitlergruß gezeigt und »Sieg Heil« gerufen, berichtete der Nordkurier. Am 12. Juli hat ein Unbekannter am frühen Morgen im Hamburger Stadtteil St. Pauli einen 28jährigen nach Informationen des Hamburger Abendblatts bedroht. In der Nähe des sogenannten Grünen Bunkers seien die beiden in einen Streit geraten, in dessen Folge der Unbekannte den 28jährigen rassistisch beleidigte und gegen den Arm trat. Am gleichen Tag demonstrierten etwa 40 Rechtsextreme gegen den Christopher Street Day im brandenburgischen Bernau. Der Polizei zufolge verlief der Tag friedlich, aber sie ermittelt gegen zwei Personen, die verbotene Symbolik an ihrer Kleidung trugen; offenbar handelt es sich in einem Fall um SS-Runen an einem Gürtel. Auch in Fulda mobilisierten Rechtsextreme gegen den Christopher Street Day; etwa 50 Personen aus dem Umfeld der »Jungen Nationalisten«, der Jugendorganisation der rechtsextremen Kleinstpartei »Die Heimat«, nahmen teil. pb