In der Nacht vom vorvergangenen Sonntag wurde ein israelisches Restaurant in Freiburg von vier Vermummten angegriffen. Sie warfen rohe und faule Eier gegen die Scheiben und in den Innenraum. Der Betreiber, Billal Aloge, zeigte sich der Bild-Zeitung zufolge überzeugt: »Dahinter steckt Antisemitismus.« Es habe in den Tagen zuvor zwei Drohangriffe gegeben, »in einem Fall sagte jemand am Telefon zu meinem Sohn, dass er das Restaurant anzünden will. Ein anderer beschimpfte uns als ›Hurensöhne‹.« Am Montag vergangener Woche joggte eine Frau Abends bei Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt mit ihrem Hund. Sie traf der Polizei zufolge auf einen Radfahrer, der die 36jährige plötzlich rassistisch anpöbelte und beleidigte. Der etwa 65jährige Mann habe der Frau außerdem ins Gesicht gespuckt und mit einem Stock nach ihrem Hund geschlagen. Dann sei er mit seinem Fahrrad davongefahren. In Magdeburg hat am Mittwoch vergangener Woche ein Mann mehrere Familien mit Migrationshintergrund rassistisch beleidigt und ein Kleinkind mit seinem Auto angefahren, teilte die Polizei mit. Der 61jährige Mann habe am Abend mehrere Familien zunächst rassistisch beleidigt, danach sei er wieder losgefahren und habe mit seinem Auto ein dreijähriges Kind auf seinem Laufroller gestreift. Das Kind sei gestürzt und habe sich Abschürfungen zugezogen. Der Mann ist schon häufiger als Rechtsextremist aufgefallen; ein Sprecher der Polizei teilte mit, »eine mögliche politische Motivation« könne »nicht ausgeschlossen« werden. Vergangene Woche berichtete der Tagesspiegel von einer Klassenfahrt einer Grundschulklasse aus Berlin-Kreuzberg, die bereits Ende Juni stattgefunden hatte. Über mehrere Tage hinweg seien vor allem die männlichen Schüler der sechsten Klasse aus Kreuzberg auf der Klassenfahrt in Mecklenburg-Vorpommern rassistisch beleidigt worden. Dafür verantwortlich sollen ältere Schüler von zwei Schulen aus Brandenburg gewesen sein. Ein Gedächtnisprotokoll dokumentiere außerdem, dass ein Hitlergruß gezeigt worden sei. js