Alles auf Zusammenbruch
Am 10. Juli ereignete sich ein ungewöhnlicher Mordfall in der ukrainischen Hauptstadt. Der Oberst Iwan Woronytsch vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU), dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst, wurde am helllichten Tag auf einem Parkplatz im Kiewer Stadtteil Holossijiw durch mehrere Schüsse getötet. Noch am Tatort erlag er seinen Verletzungen. In den Nächten vor dem Attentat hatte die Ukraine wiederum schwere russische Luftangriffe erlebt.
Drei Tage danach veröffentlichte der SBU ein Video, in dem zwei Leichen zu sehen sind. In der begleitenden Erklärung hieß es, im Rahmen einer Sonderoperation hätten Mitarbeiter des SBU Agenten des russischen Geheimdiensts FSB eliminiert. »Eine Kampfgruppe von Agenten des FSB wurde in die Ukraine geschickt und hat vor drei Tagen einen SBU-Offizier, unseren Kameraden Oberst Iwan Woronytsch, ermordet«, sagte der Leiter des SBU, Wassyl Maljuk.
»Dank verdeckter Ermittlungen und aktiver Spionageabwehr wurde das feindliche Versteck entdeckt. Während der Festnahme leisteten sie Widerstand, es kam zu einem Feuergefecht und die Schurken wurden eliminiert. Ich möchte Sie daran erinnern, dass den Feind auf ukrainischem Gebiet nur der Tod erwartet!« Den Ermittlungen zufolge waren zwei Personen an der Ermordung Woronytsch beteiligt – ein Mann und eine Frau. Der FSB habe sie beauftragt, Woronytschs Bewegungen zu überwachen, später hätten sie dann aus einem Waffenversteck eine Schusswaffe mit Schalldämpfer erhalten.
»Seit März hat The Base Videoaufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie ihre Mitglieder mindestens zehn Brandanschläge in der Ukraine verüben.« Steven Rai, Institute for Strategic Dialogue
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