Atome für den Frieden
Am 14. Februar 2025 gegen zwei Uhr nachts traf eine Drohne des iranischen Typs Shahed 136 die Schutzhülle des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl, riss ein mehr als 15 Quadratmeter großes Loch und löste Schwelbrände aus. Erst nach zwei Wochen waren die letzten Glutnester gelöscht, rund 200 Quadratmeter wurden beschädigt.
Die Schutzhülle New Safe Confinement (NSC) ist außen 270 Meter lang, über 150 Meter hoch und 30.000 Tonnen schwer. Die 2016 fertiggestellte Konstruktion schließt die Überreste des Reaktorblocks 4 des Atomkraftwerks ein, den eine Explosion am 26. April 1986 zerstört hatte, und umschließt auch die mittlerweile einsturzgefährdete ursprüngliche provisorische Schutzhülle (Sarkophag), die direkt nach der Tschernobyl-Katastrophe um den Reaktor herum errichtet wurde. Das NSC überspannt die gesamte technische Infrastruktur für den Rückbau – Kransysteme, Kontrollräume, Spezialwerkstätten – und soll für 100 Jahre den Austritt radioaktiver Stoffe und das Eindringen von Wasser verhindern, den Reaktor vor äußeren Einflüssen schützen sowie die Demontage und Stilllegung des Reaktors erleichtern.
Die IAEA wird wohl niemals einräumen, dass die Nutzung der Atomkraft riskant ist, dass es sich um eine Hochrisikotechnologie handelt.
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