Am 18. August beleidigten zwei unbekannte Männer nach Polizeiangaben eine 22jährige Touristin gegen 23.30 Uhr auf der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg im Vorbeigehen rassistisch. Demnach hielt die Frau hielt daraufhin einen der beiden Männer am Pullover fest, um ihn auf die Beleidigung anzusprechen; der aber schlug ihr ins Gesicht und in den Bauch und entfernte sich mit seinem Begleiter. Am 20. August berichteten die Veranstalter des Christopher Street Day in Göttingen, dass es nach ihrer Veranstaltung am 16. August zu einem Angriff auf dem Albaniplatz gekommen sei. Unbekannte hätten einen Sprengkörper gezündet und in eine Gruppe von Straßenfestteilnehmer geworfen. Fünf Personen hätten daraufhin vom Rettungsdienst versorgt werden müssen, eine davon auch im Krankenhaus. In der Nacht vom 22. zum 23. August kam es laut Tagesspiegel am Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg zu einem schwulenfeindlichen Angriff auf zwei Männer. Eine neunköpfige Gruppe wollte den beiden demnach zunächst Drogen verkaufen, was die jedoch ablehnten; die Gruppe verfolgte die beiden, beleidigte sie homofeindlich und griffen sie an. Die beiden Betroffenen mussten im Krankenhaus versorgt werden. Am 24. August versuchten Personen, die der rechtsextremen Identitären Bewegung zuzuordnen sind, das ARD-Sommerinterview mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder am Berliner Reichstag mit Rufen nach »Remigration« zu stören. Mehreren Medienberichten zufolge versammelten sich binnen Sekunden ein bis zwei Dutzend Männer in schwarzen T-Shirts, mit schwarzen und gelben Fahren und einem großen Banner auf der Treppe vor dem Reichstagsgebäude, die bei den Politikerinterviews im Hintergrund zu sehen ist. Die Rechtsextremen kamen jedoch zu spät: Die Sendung war bereits abgedreht und konnte somit störungsfrei aufgezeichnet werden. Am selben Tag veröffentlichte der Verein Bagrut, der sich 2016 zur Förderung demokratischen Bewusstseins gegründet hat, ein Bild auf Instagram, auf dem das Mahnmal »Hier und Jetzt« von Gloria Friedmann mit israelfeindlichen Schriften versehen ist. »Israel ist der Feind der Menschlichkeit« und »Fuck Israel« ist zu lesen. Das Mahnmal steht seit 1997 am Oberlandesgericht Hamburg und erinnert an die Justizopfer des Nationalsozialismus. pb