Ozzy
Der Räuber John
Mein Vater sagte immer, ich würde eines Tages etwas Besonderes zuwege bringen.
»Ich hab es im Gefühl, John Michael Osbourne«, sagte er nach ein paar Bierchen. »Entweder du wirst was Großes leisten, oder du wirst im Gefängnis landen.«
Wie recht er hatte, mein alter Herr.
Ich war noch keine achtzehn, als ich im Gefängnis landete.
Ich wurde wegen Einbruchs eingelocht. Oder wie es in der Anklageschrift hieß: »Einbruch und Diebstahl von Gütern im Wert von fünfundzwanzig Pfund.«
Heute wären das etwa dreihundert Pfund. Es war also nicht gerade der große Eisenbahnraub. Tatsächlich war ich ein hundsmiserabler Einbrecher. Ich musste immer wieder zurückgehen und dasselbe Ding noch einmal drehen. Ich hatte da einen Kleiderladen namens Sarah Clarke’s im Auge, der in der Straße hinter meinem Haus in Aston lag. Als ich das erste Mal dort einstieg, schnappte ich mir einen Haufen Klamotten und dachte, großartig, das Zeug kann ich gleich drüben im Pub verhökern. Aber ich hatte vergessen, eine Taschenlampe mitzunehmen, und wie sich herausstellte, hatte ich mir lauter Lätzchen und Babykleidchen unter den Nagel gerissen.
Da hätte ich genauso gut versuchen können, einen Hundehaufen an den Mann zu bringen.
Also ging ich noch einmal hin. Diesmal erbeutete ich einen 24-Zoll-Fernseher. Aber das verfluchte Ding war zu schwer für mich, und als ich versuchte, den Apparat über die Mauer im Hinterhof zu wuchten, fielen wir gemeinsam hintenüber und er auf meine Brust. Ich konnte mich eine Stunde lang nicht rühren. So mitten in den Nesseln im Straßengraben fühlte ich mich nicht sehr wohl, eher wie Mr. Magoo auf Drogen. Am Ende gelang es mir, unter dem Fernseher hervorzukriechen, aber ich musste ihn liegen lassen.
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