04.12.2025
Wassermelonische Nachstellungen im FC St. Pauli-Forum

Nach der Mitgliederversammlung

Auf der Diskussionsplattform der St.-Pauli-Fans macht ein Antisemit Stress.

Nachdem die Mitgliederversammlung des FC St. Pauli am 15. November einigermaßen glimpflich geendet hatte, weil derjenige, der den Antrag gestellt hatte, dass der Verein künftig die Jerusalemer Erklärung statt die Antisemitismus-Definition der IHRA übernehmen solle, schlicht nicht erschienen war, war die Erleichterung groß.

Im öffentlich zugänglichen Forum der Fans konnte also wieder über das Wesentliche diskutiert werden, nämlich über die Tabellensituation (nicht gut) und über des Kapitäns, Jackson Irvine, Nähe zu äußerst unangenehmen linken Hamas-Fans (auch nicht gut). Vor allem im Irvine-Thread verliefen besagte Diskussionen bislang sehr engagiert, um es zurückhaltend zu formulieren, aber das ist überall so und nicht besonders bemerkenswert.

Im öffentlich zugänglichen Forum der Fans konnte wieder über das Wesentliche diskutiert werden, nämlich über die Tabellensituation (nicht gut) und über des Kapitäns, Jackson Irvine, Nähe zu äußerst unangenehmen linken Hamas-Fans (auch nicht gut). 

Selbst unregelmäßigen Mitlesenden dürfte dabei jedoch mindestens ein Account aufgefallen sein, der sehr engagiert Sichtweisen vertrat, die man normalerweise eher in einschlägig antisemitischen Wassermelonen-Postings findet. Foren-User und Moderation reagierten auf dessen Provokationen jedoch mehrheitlich ruhig und mit Argumenten.

Das war aber wohl noch nicht alles. In einem Thread, in dem normalerweise Moderationsentscheidungen diskutiert werden, wurde nun darüber gesprochen, was dieser Account-Inhaber eigenen Angaben zufolge darüber hinaus noch getan hätte. Unter anderem hätte er in einem Gespräch mit einem Vereinsoffiziellen Vorwürfe gegen das Forum geäußert und gefordert, dass Maßnahmen gegen die Plattform ergriffen werden müssten.

Wassermelonischer Rassismusvorwurf

Und, weit schwerwiegender: In einem Posting den Beruf sowie die gehobene Position eines wohl sehr engagierten Users genannt sowie, wenn auch abgekürzt, dessen Arbeitsstelle und -ort. Mit anderen Worten, sehr deutlich gemacht, dass alle diese privaten Informationen bekannt seien.

Das war aber noch nicht alles. Man (also der wassermelonische Account) wandte sich wohl auch direkt an eine übergeordnete berufliche Instanz des besagten Users, erhob dort schwere Vorwürfe gegen den St.-Pauli-Fan, dem im üblichen Jargon der Israelhasser die Förderung rassistischer Diskurse vorgeworfen wurde und kündigte an, kommende Woche ein Gespräch mit besagter Instanz zu führen. So sind die Zeiten also.