In der Nacht auf den 2. Dezember wurden der Polizei zufolge zwei Gedenktafeln an einem Wohnhaus in der Nollendorfstraße in Berlin-Schöneberg beschädigt. Dabei handelte es sich demnach um Gedenktafeln für ehemalige jüdische Bewohner des Hauses, die im Nationalsozialismus von den Deutschen ermordet wurden. Unbekannte beschmierten die Tafeln mit schwarzer Farbe. Am 3. Dezember beleidigte ein Unbekannter nach Informationen der Polizei einen 29jährigen Mann schwulenfeindlich, als dieser gegen 6.20 Uhr an einer Bushaltestelle am Waidmannsluster Damm/Ecke Oraniendamm in Berlin-Reinickendorf auf einen Bus der Linie 332 wartete. Der Unbekannte soll den 29jährigen außerdem bespuckt und bedroht haben. Am 4. Dezember berichtete das schwule Antigewaltprojekt Maneo von einer schwulenfeindlichen Sachbeschädigung an einer Bushaltestelle am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg: Neben der regenbogenfarbenen BVG-Infosäule steht auf einer Wand der Schriftzug »Haram« (arabisch für »verboten«), wie ein Bild zeigt. Am 5. Dezember veröffentlichte die Landesarbeitsgemeinschaft »Gegen jeden Antisemitismus« der niedersächsischen Linkspartei ein Foto, das die Hauswand des Oldenburger Kreisverbandsbüros der Partei zeigt. Unbekannte hatten die Wand mit dem Schriftzug »Fck Zios« und jenem roten Dreieck beschmiert, das die Hamas zur Feindmarkierung nutzt. Am 6. Dezember wurde in der Brehmestraße/Ecke Wollankstraße in Berlin-Pankow auf einem Strommasten ein Werbeplakat für einen Flohmarkt gesichtet, auf dem Unbekannte den Schriftzug »Tod der linken Rattenbrut« hinterlassen hatten. Auf das alternative Hausprojekt Zelle 79 in Cottbus ereignete sich den Hausbewohnern zufolge am 7. Dezember ein Angriff. Kurz vor 21 Uhr hätten sie einen Knall gehört und einen gelben Feuerball sowie Rauch gesehen. Wenig später sei ihnen aufgefallen, dass der Briefkasten beschädigt war. Sie gehen davon aus, dass der mit einem Feuerwerkskörper gesprengt wurde. pb