Ein Angebot, das Maduro noch ablehnen kann
Regimewechsel um jeden Preis. Venezolanische Oppositionelle in Chile forderten auf einer Demonstration am 6. Dezember die USA dazu auf, das diktatorische Regime in ihrem Herkunftsland militärisch zu beseitigen und Präsident Nicolás Maduro zu töten
Spätestens seit US-Präsident Donald Trump ihn den Anführer eines narco-terroristischen Staats nannte, hat Venezuelas Diktator Nicolás Maduro eine regelrechte Charmeoffensive begonnen. In sozialen Medien gibt es Tanzvideos von ihm zu sehen, in bester Stimmung ließ er sich auf mehreren öffentlichen Veranstaltungen blicken.
Das Signal, das Maduro damit aussenden möchte, ist eindeutig: Er hat keine Angst und lässt sich durch Drohungen aus den USA nicht einschüchtern. Das US-amerikanische Militär hatte Anfang September unter dem Vorwand, gegen venezolanische Drogenbanden vorzugehen, mehrere aus Venezuela kommende Boote in der Karibik versenkt, wobei insgesamt mehr als 80 Menschen getötet wurden.
Für viele Venezolaner bedeutet die De-facto-Schließung des Luftraums, dass sie ihre Weihnachtsferien voraussichtlich nicht mit ihren Familien verbringen können.
Am spektakulärsten war wohl die Stationierung des weltgrößten Flugzeugträgers vor der venezolanischen Küste, die US-Kriegsminister Peter Hegseth für den 24. Oktober angeordnet hatte. Die Ankündigung der USA, den venezolanischen Luftraum als geschlossen zu betrachten, hat auch den Personenflugverkehr weitgehend lahmgelegt. Für viele Venezolaner, insbesondere die, die im Ausland leben, bedeutet das, dass sie ihre Weihnachtsferien voraussichtlich nicht mit ihren Familien verbringen können.
Kaum einer zweifelt noch daran, dass es bei den Angriffen der U.S. Navy vor der Küste nicht um den Kampf gegen Drogenkartelle geht, sondern darum einen regime change in Venezuela einzuleiten. Inmitten der Eskalation gab es dann ein Telefongespräch zwischen Trump und Maduro am 21. November. Trump gab das offen zu, Maduro ließ sich bis zum 3. Dezember Zeit, das Telefonat offiziell zu bestätigen, bezeichnete das Gespräch dann jedoch als »respektvoll und höflich«; er befürworte einen diplomatischen Weg aus dem Konflikt.
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