18.12.2025
Was das Internet für Schönes und Unschönes bereithält

Die Unschönigkeit der Welt

Kaum war das Attentat am Bondi Beach in Sydney vorbei, blühten auch schon die ersten Verschwörungstheorien.

Schönheit also, nach all den Jahrzehnten voller linkstypischer Schönheitsverachtung, na dann.

So, nachdem der Auftrag, das Titelthema wenigstens zu erwähnen, formvollendet erfüllt wurde, können wir in dieser Kolumne zum Wesentlichen, also im Großen und Ganzen zur Unschönigkeit der Welt kommen. Nicht, dass einen noch irgendwas überraschen könnte, was die Wassermeloneria so treibt, nein, das natürlich nicht, gleichwohl sollte für die Nachwelt festgehalten werden, dass diese Leute auch nach dem Anschlag auf eine Familienfeier zu Chanukka am Bondi Beach im australischen Sydney das taten (und vor allem sagten), was sie immer tun und sagen: Auch an diesem Terror sind »die Zionisten« schuld. Natürlich.

Beziehungsweise war es wahrscheinlich sowieso kein Anschlag, sondern eine Mossad-Operation, und so ging das übliche Faktenverdrehen schon wenige Minuten, nachdem das neueste terroristische Blutbad bekannt geworden war, los.

Irgendwer gestorben? Impfungen sind schuld. Antisemitischer Terror? Juden sind schuld. Dieser Unfug ermüdet das Publikum allerdings immer mehr.

Sehr interessant sind solche Sichtweisen nicht mehr, da ähneln sich Hamas-Freunde und Impfgegner schon sehr, beide kübeln ihre Verschwörungsdrecksackigkeiten ungefragt nicht nur bei X (vormals Twitter) aus, sondern praktisch in jeder Kommentarspalte, die nicht schnell genug geschlossen wird.

Irgendwer gestorben? Impfungen sind schuld. Antisemitischer Terror? Juden sind schuld. Dieser Unfug ermüdet das Publikum allerdings immer mehr. Und so ist es eigentlich auch nicht sehr überraschend, dass eine Gofundme-Kampagne für den Mann, der einem der Terroristen am Bondi Beach die Waffe entriss, es bereits am Montagnachmittag auf Spenden in Höhe von 1,4 Millionen Dollar gebracht hatte.

Die Spender kommen aus der ganzen Welt, wie in den Kommentaren zu lesen ist, und sie alle freuen sich, dass der noch im Krankenhaus Liegende so viel Mut aufbrachte. Natürlich stört auch das die usual suspects sehr, die vor allem darauf hinweisen, dass ja ein Multimillionär auch sehr viel Geld gespendet habe, aber es sind natürlich die vielen Kleinspenden in Höhe von zehn bis 50 Dollar, die sie so sehr ärgern. Womit feststeht, dass das Elend nicht allumfassend ist, und das ist ja auch schön.