Der Identitären-Abklatsch lädt zum Stammtisch
Immerhin gut 20 Personen erschienen am Samstag zum Stammtisch der »Patriotischen Bewegung« in Berlin, einer verhältnismäßig neuen Gruppierung am rechten Rand. Fotos von der Zusammenkunft in einem Lokal am Hackeschen Markt zeigen junge Menschen vor einer gedeckten Tafel, die Faust gen Kneipendecke gereckt. Die Gesichter sind sicherheitshalber mit Deutschlandfahnen-Emoticons bedeckt. Zuvor hatte sich die Gruppe an der Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz getroffen, wie weitere Fotos zeigen.
Seit einigen Wochen taucht die »Patriotische Bewegung« in sozialen Medien und inzwischen auch in ersten Polizeimeldungen auf. Das Erkennungszeichen der Gruppe – eine Deutschlandfahne vor blauen Hintergrund in einem schwarzen Kreis – ist an das Antifa-Logo angelehnt. In Berlin zeigte sich die Gruppe unter anderem am 7. Januar bei einer »Mahnwache gegen linken Terror«, ebenfalls am Alexanderplatz. Bilder von Presseservice Rathenow dokumentieren rund zehn überwiegend junge Teilnehmer:innen.
In Berlin zeigte sich die »Patriotische Bewegung« am 7. Januar bei einer »Mahnwache gegen linken Terror« am Alexanderplatz.
In München traf sich ein Ableger der Gruppe Ende Januar in einem Restaurant, marschierte durchs Viertel und verteilte Aufkleber in einem Park. Es folgte ein Polizeieinsatz. Der Staatsschutz sagte der Süddeutschen Zeitung, dass an dem Vernetzungstreffen im Münchner Restaurant Personen teilnahmen, die vorher weder bei der Identitären Bewegung noch ihrem bayerischen Ableger »Lederhosenrevolte« in Erscheinung getreten seien. Die Teilnehmer seien »zum Teil aus dem gesamten Bundesgebiet angereist«. Einer der Besucher führte nach Polizeiangaben einen Schlagring mit sich.
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