Jungle+ Artikel 26.02.2026
Perus politische Instabilität hat System

Der achte Präsident in zehn Jahren

Knapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl wurde Perus Präsident José Jerí nach 130 Tagen im Amt per Misstrauensvotum entlassen. Zwar gibt es mit José María Balcázar einen Nachfolger, doch Stabilität ist nicht in Sicht.

José María Balcázar heißt der achte Präsident Perus binnen zehn Jahren. Der 83jährige Politiker setzte sich am 18. Februar direkt nach der Absetzung von Präsident José Jerí per Misstrauensvotum in der zweiten Abstimmungsrunde im Kongress, dem Einkammerparlament des Landes mit seinen 130 Abgeordneten, gegen die lange favorisierte rechte Abgeordnete María del Carmen Alva mit 64 zu 46 Stimmen durch.

In der laufenden Legislaturperiode ist Balcázar, der der als links geltenden Partei Perú Libre angehört, aber in den letzten fünf Jahren so manche politisch fragwürdige Allianz einging, bereits der vierte Präsident; die nächsten Wahlen werden schon am 12. April stattfinden. Die Präsidentschaftswahl von 2021 hatte der linke Kandidat Pedro Castillo gewonnen, der jedoch im Dezember 2022 nach dem verfassungswidrigen Versuch, den Notstand auszurufen und den Kongress aufzulösen, von diesem abgesetzt wurde. Wegen versuchen Staatsstreichs ist Castillo im vergangenen Herbst zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

In der laufenden Legislaturperiode ist Balcázar, der der als links geltenden Partei Perú Libre angehört, aber in den letzten fünf Jahren so manche politisch fragwürdige Allianz einging, bereits der vierte Präsident; die nächsten Wahlen werden schon am 12. April stattfinden. 

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