Jungle+ Artikel 07.05.2026
Warum Pakistan zwischen den USA und dem Iran vermitteln möchte

Unerwarteter Unterhändler

Während die Gespräche zwischen den USA und dem Iran stocken und die Waffenruhe brüchig ist, versucht Pakistan sowohl aus geopolitischem Kalkül als auch unter wirtschaftlichem Druck, zwischen beiden Ländern zu vermitteln.

Ein Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran scheint in weiter Ferne, die Verhandlungen sind zuletzt ins Stocken geraten. Auch die zunächst verlängerte Waffenruhe bleibt fragil: Schon kleinere Zwischenfälle oder neue Drohungen könnten sie jederzeit beenden. Dass es überhaupt zu dieser Pause der Kampfhandlungen kam, ist Pakistan zu verdanken, einem Land, das bislang kaum als Vermittler in internationalen Konflikten in Erscheinung getreten ist.

Pakistan darf derzeit als Zentrum der diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg gelten. Seine Rolle gründet sich vor allem darauf, dass zwei der Konfliktparteien dem Land ein gewisses Maß an Vertrauen entgegenbringen. Pakistan ist einerseits unmittelbarer Nachbar des Iran und war andererseits insbesondere während des Kalten Kriegs einer der wichtigsten Verbündeten der USA in Südasien. »Die Uhr der Diplomatie hat nicht aufgehört zu ticken«, sagte Tahir Andrabi, der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, am Donnerstag vergangener Woche, den anhaltenden Vermittlungswillen seines Landes betonend.

Sollte sich der Iran-Krieg wieder intensivieren oder gar ausweiten, könnte das Pakistan wirtschaftlich schwer treffen – mit erheblichen politischen Folgen.

Noch kein Abonnement?

Um diesen Inhalt zu lesen, wird ein Online-Abo benötigt::