Jungle+ Artikel 14.05.2026
Tuareg und Jihadisten setzen die Militärjunta in Mali unter Druck

Bei Bamako brennen die Lastwagen

Die Allianz zwischen Jihadisten und Tuareg-Rebellen setzt Malis Militär­regierung und ihre russischen Verbündeten unter Druck. Die Aufständischen griffen Dörfer an und blockieren wichtige Handelsrouten.

Paris. Der Angriff erfolgte koordiniert und mit großer Wucht. In der zentralmalischen Region Mopti überfielen bewaffnete Gruppen vergangene Woche zwei Dörfer und töteten dabei Dutzende Menschen, darunter Zivilisten sowie Mitglieder regierungsnaher Selbstverteidigungsgruppen. Lokale Milizen, die oft mit dem malischen Militär verbündet sind, versuchen in dieser Region häufig, Dörfer vor Angriffen bewaffneter Gruppen zu schützen.

Es waren, soweit es bekannt ist, die bislang tödlichsten Attacken seit Beginn der gemeinsamen Offensive der al-Qaida-nahen Gruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (Gruppe zur Verteidigung des Islam und der Muslime, JNIM) und der von Tuareg dominierten Rebellengruppe Front zur Befreiung von Azawad (Front de libération de l’Azawad, FLA) Ende April. Die Angreifer hatten seither mehrere Ortschaften im Norden Malis erobert, darunter die strategisch wichtige Stadt Kidal; die Kämpfe in verschiedenen Regionen des Landes dauern an.

In Algerien wünscht die Regierung kein Auseinanderbrechen des benachbarten Mali und vor allem keine Machtübernahme der Jihadisten. Eine stärkere Rolle der Tuareg sähe man jedoch wohlwollend.

Noch kein Abonnement?

Um diesen Inhalt zu lesen, wird ein Online-Abo benötigt::