Jungle+ Artikel 20.08.2026
Das Geschehen in Ceuta wird mit rechtsextremen Sprachbildern gedeutet

Wer mag da dahinterstecken?

Die antiisraelische Linke versucht sich an einer Deutung der Vorkommnisse von Ceuta. Dabei schreckt man vor rechtsextremen Bildern einer »Invasion« nicht zurück. Auch antisemitische Verschwörungserzählungen werden verbreitet.

Der ARD-Korre­spondent Georg Restle war etwas ganz Großem auf der Spur. Auf dem Microblogging-Plattform X teilte er ein Zitat aus einem Beitrag des US-amerikanischen Politikprofessors Stephen Zunes in der Zeitschrift The Nation. Unter dem Titel »Die wahre Geschichte hinter der menschlichen Welle, die nach Ceuta gekommen ist« behauptet Zunes in besagtem Zitat, die Ceuta-Krise sei »Teil der Bemühungen des wachsenden US-amerikanisch-israelisch-marokkanischen Komplexes, progressive europäische Regierungen zu schwächen«. Dafür musste Restle einige Kritik einstecken - dabei ist er nur ein besonders bekannter Exponent jener, die die These verbreiten, hinter den Geschehnissen in Ceuta stecke Israel. Tatsächlich erfreut sich diese Behauptung in der deutschen antizionistischen Linken einer gewissen Beliebtheit. Untergangs- und Überwältigungsbilder, derer sich üblicherweise die extreme Rechte mit Blick auf das Thema Migration bedient, prägen die Rhetorik: Die Rede ist von »Wellen« oder »Invasionen«.

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