Jungle+ Artikel 17.09.2026
Berlin-Serie »City of Blood«

Stadt der Vampire

Deutschland zerfällt, in Berlin geht die Party weiter: Die Serie »City of Blood« zeigt die Hauptstadt als apokalyptische Klassengesellschaft.

»In Berlin war es unerträglich geworden. Die Stadt erstickte an der Hitze, dem Müll, den Krankheiten. Die Menschen sehnten sich nach Ablenkung, und das Geschäft lief gut.« Die Serie »City of Blood« zeichnet die Zukunft der Metropole als Dystopie. »Das Geschäft« ist anfangs noch der Drogenhandel. Bald jedoch wird er vom einträglicheren Business mit menschlichem Blut abgelöst, das diejenigen verkaufen müssen, die sonst nichts zu bieten haben. Im Hintergrund kontrollie­ren, wie die Schwestern Phoebe (Soma Pysall) und Bea (Lea Drinda) herausfinden, Vampire Politik und Verbrechen. Was naheliegt, hat doch – siehe Julian Radlmaiers großartigen gleichnamigen Film – schon Karl Marx im Kapital die Kapitalisten als »Blutsauger« bezeichnet.

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