Die Videoarbeiten der Serie »Children’s Games« des Multimediakünstlers Francis Alÿs, die derzeit in Köln zu sehen sind, sind mehr als eine ethnographische Studie. Sie zeigen mit emphatischem Blick spielende Kinder – und rücken dadurch auch ihre Lebensverhältnisse sowie ihre Phantasie ins Bild.
Der Fotokünstler Jeff Wall, bekannt für seine großformatigen Abzüge, arbeitet seit Jahrzehnten an der Grenze zwischen Fiktion und Dokumentation. Seine jüngste Ausstellung in New York City gibt davon einen besonders guten Eindruck, ebenso wie eine Filmreihe, die Wall kuratierte.
Das Theaterstück »Catarina and the Beauty of Killing Fascists« stellt die Frage, ob es vertretbar ist, für die Sache der Revolution Menschenleben zu opfern – und führte bei seiner Vorführung in New York City im November zu einem kleinen Skandal. Über einen Theaterabend nach der US-Präsidentschaftswahl.
Ein bizarrer Landstrich, eine dampfige Halle im brutalistischen Stil. Der italienische Regisseur inszeniert im Stadion Vitrolles nahe Aix-en-Provence die »Auferstehungssinfonie« von Gustav Mahler als Opern-Event mit schockierenden Realitätsbezügen. Die Musik verkommt dabei zur Untermalung spektakulärer Bilder.
Sind die Antideutschen stolz auf ihre eigene Bedeutungslosigkeit? Gilt es, die Kreuzberger Hinterhöfe zu verlassen und in der Erwachsenenpolitik mitzumachen? Oder ist ein solches Handeln der Ausdruck von Verzweiflung und intellektueller Selbstaufgabe? Und sind Antideutsche eigentlich antiliberal, humorlos und typisch deutsch? Über Glanz und Elend der Antideutschen. Eine Fortsetzung der Debatte über Ideologiekritik und Realpolitik (Jungle World 4/2009).