Beiträge von Peter Laskowski
Afghanistans Frauen und Mädchen: Aus dem Alltag gestrichen
Fünf Jahre nach der Machtübernahme haben die Taliban die Entrechtung afghanischer Frauen und Mädchen zu einem Herrschaftssystem ausgebaut. Bildung, Arbeit, Bewegung, medizinische Versorgung und öffentliche Rede stehen unter Vorbehalt.
Sudan zwischen Drohnen, Gold und Gottesstaat
Wie Iran, Islamisten und regionale Mächte den Krieg verlängern, Ägypten unter Druck setzen und das Rote Meer zum nächsten Schauplatz ihrer Konkurrenz machen.
Seit April 2023 zerreißt der Krieg zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) unter General Abdel Fattah al-Burhan und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) unter Muhammad Hamdan Dagalo, genannt Hemedti, den Sudan. Der Konflikt ist aus einem Bruderkampf zweier bewaffneter Apparate entstanden.
Minen, Gewalt und Macht im Sahel
Minen sind nur der Anfang: Bewaffnete Gruppen kämpfen nicht nur um Rohstoffe, sondern auch um Transportwege, Gemeinden und politische Kontrolle. Die Militärregierungen antworten mit Verstaatlichungen und dem Versprechen wirtschaftlicher Souveränität.
In der zentralen Sahelzone ist der Bergbau vom Wirtschaftszweig zum Herrschaftssystem geworden.
China im Sudan: Frieden predigen, Waffen liefern
China erklärt sich im Sudan zum Hüter von Souveränität und Dialog. Zugleich kämpfen Armee und RSF mit chinesischem Gerät. Der Widerspruch führt über Norinco, Abu Dhabi, Öl und eine Diplomatie, die vor allem eines schützt: Pekings Handlungsspielraum.
Seit dem 15. April 2023 kämpfen im Sudan die regulären Streitkräfte (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) unter Mohamed Hamdan Dagalo um Staat, Territorium und Einnahmen.
Sudan: Menschenrechte nach Interessenlage
Wie wirtschaftliche und strategische Rücksichten den Druck auf die Unterstützer der RSF im Sudan begrenzen.
Der Krieg im Sudan zeigt, wie selektiv die Europäische Union und die Vereinigten Staaten auf schwere Gewalt reagieren. Sie verurteilen Verbrechen und berufen sich auf das Völkerrecht. Sobald wirksame Maßnahmen jedoch die Beziehungen zu Abu Dhabi belasten könnten, endet ihre Entschlossenheit häufig bei diplomatischen Erklärungen.
Äthiopische Migranten im Todestrakt: Wie viele Menschen sind von der Hinrichtung bedroht?
Bis zu 200 äthiopische Migranten sollen in Saudi-Arabien wegen Drogendelikten im Todestrakt sitzen. Rund 60 bis 65 Fälle im Gefängnis Khamis Mushait sind konkreter dokumentiert. Seit April 2026 wurden mindestens acht hingerichtet.
Mehr als zwei Armeen: Sudans zersplitterter Krieg
Sudans Krieg wird meist als einer zwischen den Sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces beschrieben. Tatsächlich kämpfen jedoch wandelnde Bündnisse um Land, Gold, Handelsrouten und die politische Zukunft des Landes. Gleichzeitig übernehmen zivile Netzwerke staatliche Aufgaben an Orten, an denen Uniformen längst nicht mehr für öffentliche Ordnung, sondern vor allem für Herrschaft stehen.
Seit dem 15.
Verbrechen im Sudan: El Fasher war eine Warnung — El Obeid könnte die Wiederholung werden!
Amnesty International beschuldigt die Rapid Support Forces, in El Fasher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen begangen zu haben. Er zeigt, wie Rassismus in al-Fashir zu einem Massenmord führte.
Die Vereinten Nationen sahen bereits im Februar Hinweise auf einen möglichen Völkermord. Nun rückt El Obeid in den Blick.
Afghanistan und Pakistan: Krieg an der Linie, die keiner anerkennt
Afghanistan und Pakistan eskalieren ihren Grenzkonflikt erneut. Luftangriffe, Drohnen, Terrorvorwürfe und zivile Opfer zeigen, wie aus einem Sicherheitsproblem ein offener Krieg geworden ist.
Seit Ende Juni und Anfang Juli 2026 stehen Pakistan und Afghanistan wieder direkt gegeneinander. Pakistan griff Ziele in den afghanischen Provinzen Paktia, Paktika und Kunar an und erklärte, dort hätten sich militante Gruppen verschanzt.
Sudan: Wenn Lügen töten
Im Sudan wird nicht nur mit Raketen, Drohnen und Bodentruppen gekämpft. Seit dem 15. April 2023 ist auch der digitale Raum Teil des Krieges. Dort kursieren falsche Siegesmeldungen, Deepfakes, Bots und Gerüchte in Messenger-Gruppen. Sie beeinflussen, wohin Menschen fliehen, wem sie vertrauen, ob Hilfe ankommt und wo Gewalt möglich wird.
Musab al-Sayyid wollte in Jabra, südlich von Khartum, bei seiner kranken Mutter bleiben. Sie war auf Diabetes-Medikamente angewiesen.
Sudan: El Obeid oder ein Massaker mit Ansage
El Obaid in Nord-Kordofan steht vor einer Katastrophe, vor der inzwischen fast alle warnen. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob sie droht.
Dschibuti: Ein Kleinstaat, an dem die Weltmächte hängen
Ein Land ohne Öl, ohne Erzmythos, ohne imperialen Glanz. Und doch liegt Dschibuti dort, wo die Welt vorbeimuss.
Chinas Vormarsch auf dem afrikanischen Kontinent
Häfen, Rohstoffe, Schulden und Soldaten: Wie ein Kontinent in ein globales Machtprojekt eingebunden wird.
Afrika wird seit Jahren vermessen, verbaut, verkabelt. Häfen wachsen, Bahnlinien werden gezogen, Industrieparks entstehen, Rohstoffkorridore bekommen Namen, Pläne, Kredite. Chinesische Staatsunternehmen bauen, finanzieren und betreiben dabei nicht bloß Infrastruktur. Sie schaffen Verbindungen. Und Verbindungen sind, politisch betrachtet, selten harmlos.
Sudan: Katastrophe per Drohne
Wie ein Bürgerkrieg zum Versuchsfeld des ferngesteuerten Tötens wurde.
Genf/Khartum. Mehr als 1.000 Zivilisten sollen im Sudan zwischen Januar und Mai 2026 durch Drohnenangriffe getötet worden sein. Diese Zahl nannte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am 15. Juni vor dem Menschenrechtsrat in Genf. Sie beschreibt nicht nur die nächste Stufe eines Krieges, der seit April 2023 das Land zerlegt.