Von Tunis nach Teheran

Freitag, 24.07.2026 / 19:14 Uhr

Pride in Berlin – Iran und die vergessenen queeren Stimmen

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Mit „No Pride in Antisemitism“ – für „Jin, Jiyan, Azadi“ und universelle queere Freiheit.

Am CSD-Wochenende in Berlin am 25.07.2026 finden mehrere voneinander unabhängige Demonstrationen und Kundgebungen statt. Diese Vielfalt zeigt nicht nur unterschiedliche Formen queerer Selbstorganisation, sondern bildet auch politische Konflikte ab.

Dienstag, 21.07.2026 / 12:20 Uhr

China im Sudan: Frieden predigen, Waffen liefern

China erklärt sich im Sudan zum Hüter von Souveränität und Dialog. Zugleich kämpfen Armee und RSF mit chinesischem Gerät. Der Widerspruch führt über Norinco, Abu Dhabi, Öl und eine Diplomatie, die vor allem eines schützt: Pekings Handlungsspielraum.

Seit dem 15. April 2023 kämpfen im Sudan die regulären Streitkräfte (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) unter Mohamed Hamdan Dagalo um Staat, Territorium und Einnahmen.

Montag, 20.07.2026 / 10:21 Uhr

Krieg als „göttlicher Segen“ – Khomeinis Doktrin und der Eskalationskurs des Regimes in Khuzestan

Gastbeitrag von Kazem Moussavi

Die Doktrin, dass Politik „Krieg ist ein göttlicher Segen“ sei, geht auf die Ideologie von Ayatollah Ruhollah Khomeini, dem Gründer der Islamischen Republik, während des Iran-Irak-Krieges von 1980 bis 1988 zurück.

Khomeini und seine Anhänger betrachteten den Krieg nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Möglichkeit, die Revolution zu festigen: die Gesellschaft zu mobilisieren, Oppositionelle und Systemgegner zu unterdrücken, einen Geist der Opferbereitsc

Freitag, 17.07.2026 / 11:50 Uhr

Zwölf Jahre nach dem Völkermord: Keine Perspektive für Jesidinnen und Jesiden im Irak

Auch zwölf Jahre nach dem Völkermord durch den Islamischen Staat (IS) leben noch immer große Teile der jesidischen Bevölkerung im Irak in Camps.

Gestern hat mich das Schweizer Radio länger über die Lage von Jesidinnen und Jesiden im Irak interviewt. Das kann man hier nachhören.

Freitag, 17.07.2026 / 11:19 Uhr

Sudan: Menschenrechte nach Interessenlage

Wie wirtschaftliche und strategische Rücksichten den Druck auf die Unterstützer der RSF im Sudan begrenzen.

Der Krieg im Sudan zeigt, wie selektiv die Europäische Union und die Vereinigten Staaten auf schwere Gewalt reagieren. Sie verurteilen Verbrechen und berufen sich auf das Völkerrecht. Sobald wirksame Maßnahmen jedoch die Beziehungen zu Abu Dhabi belasten könnten, endet ihre Entschlossenheit häufig bei diplomatischen Erklärungen.