# Antifa

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Chronik rassistischer und antisemitischer Vorfälle

Deutsches Haus #23/2025

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Am 24. Mai griff eine größere Gruppe junger Rechtsextremer in der Nähe des Alexanderplatzes in Berlin-Mitte laut Tagesspiegel Beamte des Landeskriminalamts an. Die Gruppe hatte demnach zuvor an einer Demonstration der »Querdenken«-Bewegung teilgenommen; 47 Personen wurden festgenommen, fast die Hälfte von ihnen ist minderjährig. Am 26. Mai zeigten Jugendliche der Polizei zufolge in einer Grünanlage in der Bahnhofstraße in Berlin-Pankow den Hitlergruß und riefen rassistische Parolen. Das Junge Netzwerk Freiberg dokumentierte am 29. Mai, wie eine Gruppe Männer in Freiberg die Bundesstraße Richtung Bahnhofsviertel überquerte und mehrere Personen den Hitlergruß zeigten und »Sieg Heil« riefen. Am Dresdner Elbufer feierten am gleichen Tag Rechtsextreme unter anderem zu NS-Marschmusik, zeigten den Hitlergruß, riefen »Sieg Heil«, »Ausländer raus« und »Bambule, Randale, Rechtsradikale«, wie ein Video der Antifa Elbflorenz zeigt. Die Rechercheplattform Vue.critique veröffentlichte ein Video, das eine Gruppe Männer zeigt, die am gleichen Tag in einem Kübelwagen, also einem geländetauglichen Militär-PKW, bestückt mit einer Reichskriegsflagge, durch Sachsen fuhr. Neben dem offiziellen Kennzeichen mit der Ortskennung von Dippoldiswalde war demnach ein weiteres mit dem Kürzel »WH 140687« angebracht, was die Rechercheplattform als Anlehnung an die Wehrmacht deutete. »WH« bezeichnete im Nationalsozialismus die Fahrzeuge des Heers der Wehrmacht. In Berlin-Friedrichshain versuchten vermummte Neonazis dem Tagesspiegel zufolge, mit Hämmern und Schlagstöcken in die linke Szenekneipe »Fischladen« in der Rigaer Straße einzudringen, was allerdings verhindert werden konnte. Das offene Antifa-Treffen Hohenschönhausen berichtete, am 30. Mai seien mindestens sechs vermummte Nazis bei ihrem Treffpunkt in Berlin-Hohenschönhausen aufgetaucht. Am gleichen Tag wurde eine Trans-Person laut Queer.de am U-Bahnhof Hermannplatz in Berlin-Neukölln von einem Mann bespuckt und mit Wasser begossen. Demnach floh der Mann daraufhin und die Trans-Person verfolgte ihn mit ihrer Begleitung bis zur Reuterstraße, wo der Mann mit einem weiteren plötzlich aus einem Gebäude kam und die beiden angriff. Am 31. Mai attackierten Rechtsextreme laut der Polizei den Eingangsbereich der linken Szenekneipe »Hirsch Q« in der Dortmunder Innenstadt mit Bierbänken und einem Teleskopschlagstock.  pb