HotspotSmall Talk

Tel Aviv
2026/41 Shota Musaev half, den Terroristen im Flydubai-Flug zu überwältigen

»Kinder begannen zu weinen, Menschen schrien«

Die israelische Regierung geht von einem jihadistischen Anschlag aus. Am 30. September griff der Kopilot eines Flydubai-Flugs nach Israel seinen Kollegen mutmaßlich mit einer Notfallaxt an. Israelischen Medienberichten zufolge hatte er geplant, das Flugzeug bei Tel Aviv zum Absturz zu bringen. Nur durch die Zivilcourage einiger Passagiere an Bord konnte das verhindert werden. Die Jungle World sprach mit dem georgisch-israelischen Zahnarzt Shota Musaev. Er ist einer von denen, die den Angreifer überwältigten.
VVN-Denkmal in Teltow
2026/37 Die VVN-BdA bangt um ihre Gemeinnützigkeit

»Herr Evers hat einen Rochus auf die politische Linke«

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.) ist die älteste und größte antifaschistische Organisation in der Bundesrepublik. Derzeit wird die Gemeinnützigkeit des Vereins in Frage gestellt. Die Jungle World sprach darüber mit Thomas Willms, dem Bundesgeschäftsführer der VVN-BdA.
Small Talk
2026/35 Religiöse Radikalisierung

»Der Einstieg erfolgt oft über Lifestyle-Content«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft »Religiös begründeter Extremismus« (BAG Relex) vernetzt Initiativen aus ganz Deutschland, fördert den Fachaustausch und bemüht sich darum, religiöse Radikalisierung zu verhindern. Die Jungle World sprach mit Kaiya Reisch, ­Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BAG Relex, über die Besonderheit des Islamismus und Möglichkeiten zur Prävention.
Waleri Wassiljewitsch Gerassimow
2026/34 Wie Russland mit Fake News in Wahlkämpfe in Deutschland eingreift

»Russland ist stolz auf seine hybride Kriegsführung«

Wie auch schon in den vergangenen Jahren greift Russland nach Ansicht der Sicherheitsbehörden vor den Landtagswahlen im September mit Fake News in den Wahlkampf ein. Jan Claas Behrends ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina und arbeitet als Historiker am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Er hält es für plausibel, dass Russland versucht, Deutschland als derzeit größten Unterstützer der Ukraine zu destabilisieren.
Deutsche Zeitungen
2026/33 Soziale Herkunft im Journalismus

»Medienhäuser sollten über Quoten für Arbeiterkinder nachdenken«

Nach­wuchs­jour­na­list:in­nen in Deutschland stammen überproportional häufig aus akademischen Elternhäusern. Über die Ergebnisse der neuen Studie »Klassismus im Journalismus« und den Einfluss sozialer Herkunft auf journalistische Karrierewege sprach die Jungle World mit der Co-Autorin Tanja Köhler, Professorin für digitalen Journalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Small Talk
2026/30 Russischer Deserteur

»Kriegsdienst widerspricht meinen Überzeugungen«

Wer in Russland den Wehrdienst verweigert, macht sich strafbar. Wollen Kriegsdienstverweigerer Russland verlassen, können sie nicht davon ausgehen, in der Europäischen Union Schutz zu fin­den. ­Immer häufiger werden ihre Asylanträge abgelehnt (Jungle World 8/2026). Die Jungle World sprach mit Daniil ­Mucha­metow aus Ufa über seine Flucht aus Russland und den Kampf für sein Bleiberecht in Frankreich.
Small Talk
2026/28 Erste repräsentative Studie zur Gewalt an Schulen

»Es bräuchte ein einheitliches Verständnis davon, was Gewalt ist«

Gewalt an Schulen wird immer häufiger. Bisher fehlten umfassende Untersuchungen. Ende Juni haben der Berliner Senat für Bildung, Jugend und Familie und das Meinungsforschungsinstitut Allensbach das »Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer« vorgestellt. Für die repräsentative Studie wurden berlinweit Schulen befragt. Die Jungle World sprach mit Marc Grimm von der Bergischen Universität Wuppertal, der mit anderen die Studie wissenschaftlich geleitet hat, über die Ergebnisse.
Small Talk
2026/27 Sandra Müller vom Psychosozialen Zentrum über die Traumatisierung von Flüchtlingen

»Nicht jede traumatisierte Person zeigt offen Symptome«

Viele Flüchtlinge haben in ihren Herkunftsländern und auf der ­Migrationsroute Gewalt erlebt. Über die psychischen Folgen und die Auswirkungen einer immer repressiveren Migrationspolitik auf ­traumatisierte Menschen sprach die Jungle World mit Sandra Müller*, Psychotherapeutin beim Brandenburger Psychosozialen Zentrum (PSZ) für geflüchtete Menschen und Mig­rant:in­nen.
Aus der Einzelhaft vor den Richter: Maja T. beim Prozessauftakt, 21. Februar 2025
2026/26 Small Talk mit Wolfram Jarosch, dem Vater von Maja T.

»Maja ist immer noch fast 23 Stunden am Tag isoliert«

Im Februar wurde Maja T. in erster Instanz zu acht Jahren Haft verurteilt. Maja T. soll gemeinsam mit anderen angeklagten Antifaschist:innen Neonazis in Thüringen und Ungarn angegriffen haben (»Budapest-Komplex«). Trotz der rechtswidrigen Auslieferung aus Deutschland befindet sich T. weiterhin in Ungarn in Haft. Die »Jungle World« sprach mit Wolfram Jarosch, dem Vater von Maja T., über die derzeitige Lage.
Ein Sticker mit der Aufschrift «Gegen jeden Antisemitismus» hängt an einem Laternenmast im Berliner Stadtteil Pankow
2026/25 Marco Siegmund vom Bundesverband Rias im Gespräch über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung

»Antisemitische Gewalt erhält weniger Aufmerksamkeit«

Der Jahresbericht 2025 der Recherche- und Informationsstelle Anti­semitismus (Rias) ist erschienen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 8.725 Vorfälle dokumentiert, etwa so viele wie im Vorjahr. Die »Jungle World« sprach mit Marco Siegmund vom Bundesverband Rias über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung.