Maja T. wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt und bleibt vorerst in Ungarn. Dort steht die »Antifa-Gruppe« auf der Terrorliste, auch friedlicher antifaschistischer Protest ist kaum noch möglich. Der deutsche Innenminister Dobrindt ist trotz allem der Meinung, gegen T.s rechtswidrige Auslieferung sei »nichts einzuwenden« gewesen.
Im Prozess gegen Maja T. in Budapest wird nächste Woche ein Urteil erwartet. Dass T. dort überhaupt vor Gericht steht, liegt am Rechtsbruch deutscher Behörden.
Am Oberlandesgericht Düsseldorf fand am Dienstag der zweite Verhandlungstag im sogenannten Antifa-Verfahren statt. Die Verteidigung wirft der Bundesstaatsanwaltschaft vor, das »antifaschistische Motiv« als »niedrigen Beweggrund« zu bewerten, um die Tat als versuchten Mord einzustufen.
Am Dienstag begann im Hochsicherheitssaal des Oberlandesgerichts Düsseldorf das Verfahren gegen sechs Antifaschist:innen. Die Anklage lautet auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung und sogar versuchten Mord. Die »Jungle World« war beim Prozess vor Ort.