Beiträge zu England calling

Schwarz-wqeiß-Bild einer Frau, die in die Kamera schaut und ihr Kinn dabei leicht auf ihren zusammengefalteten Händen abstützt
2025/39 dschungel Die Schriftstellerin Jean Rhys legte mit »Die weite Sargassosee« einen feministischen Roman über den britischen Kolonialismus vor

Wütend statt verrückt

Die im britischen Kolonialgebiet auf den westindischen Inseln ­geborene Schriftstellerin Jean Rhys veröffentlichte 1966 ihren Roman »Die weite Sargassosee«, der nicht nur eine Art Prequel zu Charlotte Brontës »Jane Eyre« darstellt, sondern auch eine feministische Kritik am Empire und der Sklaverei beinhaltet.
Abgerissene Plakate für die Hamas-Geiseln
2025/39 Inland ‍In der britischen Gesellschaft nimmt der Antisemitismus zu, Juden denken über Auswanderung nach

No Future

In der britischen Gesellschaft breitet sich der Antisemitismus in immer mehr Bereichen aus. Dagegen unternommen wird längst nicht genug. Viele britische Juden sehen für sich keine Zukunft mehr in Großbritannien und denken über Auswanderung nach.
Combo aus Protestkundgebung der »Palestine Solidarity Campaign« und Porträt Maryam ­Namazie
2025/39 Interview Maryam ­Namazie, Menschenrechtlerin, im Gespräch über Sharia-Schiedsgerichte

»Das Urteil wird von Männern gefällt«

In Großbritannien sind religiöse Schiedsgerichte, vor allem die sogenannten Sharia Councils, seit Jahrzehnten verbreitet. Kritiker sprechen von einer religiösen Paralleljustiz, die insbesondere Frauen und Kinder systematisch diskriminiere, und fordern deren Abschaffung. Die »Jungle World« sprach mit Maryam Namazie, die sich seit vielen Jahren gegen religiösen Fundamentalismus engagiert.
Zeichnung eines  »wife sale« aus den Jahren 1812 bis 1814 von Thomas Rowlandson
2025/39 Geschichte Scheidung für Arme – einst boten Männer ihre Ehefrauen feil

Frauentausch während der industriellen Revolution

Von Ende des 17. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts fanden in Großbritannien sogenannte »wife sales« statt, bei denen Männer ihre Ehefrauen wie Vieh auf dem Markt versteigerten. Erste Überlegungen dazu, wie das Phänomen in die Zeit passte, stammten von marxistischen Historikern aus den Achtzigern.
Zwei Menschen mit einem Banner, auf dem steht "No to Racism"
2025/39 Thema Kieran Connell, Historiker, im Gespräch über Einwanderung ins Vereinigte Königreich

»Der Rassismus in Großbritannien war nie weg«

Der Historiker Kieran Connell wuchs in Birmingham im Einwanderer­viertel Balsall Heath auf. In seinem Buch »Multicultural Britain – A People’s History« beschreibt er, wie Einwanderung die britische Gesellschaft veränderte. Die »Jungle World« sprach mit ihm über die alltägliche Vielfalt im modernen Großbritannien und darüber, warum der Rassismus stärker scheint denn je.
Treppenhaus in der Universität von Birmingham
2025/39 dschungel An der Universität Birmingham forschten Richard Hoggart und Stuart Hall über Medienkonsum und Alltagspraktiken

Jungle+ Artikel Eingreifende Wissenschaft

1964 wurde an der Universität Birmingham das Centre for Contemporary Cultural Studies eingerichtet, das sich, von Marxisten wie Louis Althusser und Antonio Gramsci inspiriert, dem populären Medienkonsum und den Alltagshandlungen widmete. Das Centre, das in den Siebzigern vom Kulturtheoretiker Stuart Hall geleitet und 2002 geschlossen wurde, wirkt durch seinen Antiessentialismus bis heute fort.
Müllberge an einer Straßenecke
2025/39 Thema Ein rassistisches Meme verbreitet sich in Großbritannien

Yookay ist überall

Seit einem Jahr zirkulieren unter dem Begriff »Yookay« meist rassistische Memes im Internet, die Abscheu vor dem heutigen Großbritannien ausdrücken sollen, das sich wegen der Einwanderung im Niedergang befinde. Die Posts sind Ausdruck der nativistischen Radikalisierung seit dem EU-Austritt, verweisen aber auch auf reale Krisenerscheinungen.