Beiträge zu Feminismus

Rosa Jellinek hinter einem Mikrofon
2024/49 Small Talk Rosa Jellinek, politische Bildnerin und queere Jüdin, im Gespräch über Hamas-Anhängerinnen auf angeblich feministischen Demos

»Alle Themen werden vereinnahmt«

Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung der ­Gewalt an Frauen. Weltweit wird gegen Femizide, Misshandlungen und Vergewaltigungen protestiert. In Berlin aber setzte eine als ­feministisch angekündigte Demonstration ein anderes Thema – die Sympathie für die Terrororganisation Hamas. Die »Jungle World« sprach darüber mit Rosa Jellinek, die sich als queere Jüdin gegen Antisemitismus in der LGBT-Szene einsetzt.
Nicht schlagen, sonst kann sie nicht arbeiten! »Mädelsabende« rechnete die verlorene Arbeitszeit auf, um gegen Gewalt an Frauen zu argumentieren
2024/49 Networld Das öffentlich-rechtliche Format »Mädelsabende« unter die Lupe genommen

Liebeskummer, Ausfluss und nichts weiter

Der öffentlich-rechtlich produzierte Instagram-Kanal »Mädelsabende« klärt junge Frauen und Mädchen in den sozialen Medien über Themen wie Körperbehaarung, sogenanntes Vulva-Shaming und Endometriose auf. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen ­rechnete man dem jungen Publikum vor, wie schädlich Femizide für die Wirtschaft sind.
Begegnungen. Kontaktabzug mit Aufnahmen des Films »Les Années 80«, ein Film über die Arbeit an einem anderen Film, der das Thema Begehren umkreist
2024/39 dschungel Die Ausstellung »Chantal Akerman: Travelling« in Paris zeigt bisher unbekanntes Material

Ortloses Exil

Die Hommage »Chantal Akerman: Travelling« verfolgt die untypische Laufbahn der belgischen Filme­macherin, Autorin und Künstlerin Chantal Akerman durch alle Etappen ihrer Karriere. Die Ausstellung, die von Brüssel nach Paris zieht, bietet nie zuvor gesehene Bilder, Produktions- und Arbeitsdokumente aus ihrem Archiv.
»Ich war mir sicher, dass Bedarf da ist.« Monica Tschanz vor ihrer Frauen-Lesben-Buchhandlung in Berlin-Schöneberg
2024/36 Inland In Berlin wird eine fast 50 Jahre alte feministische Tradition wiederbelebt: der Frauenbuchladen

Mehr als nur Bücher

Mit der Eröffnung eines Frauenbuchladens wurde in Berlin eine fast 50 Jahre alte feministische Tradition wiederbelebt. Für Betreiberinnen und Kundinnen waren die Läden immer schon viel mehr als nur Buchhandlungen.
Kathleen Hanna bei einem Auftritt mit Bikini Kill in Schweden, 2022
2024/30 dschungel Kathleen Hanna (Bikini Kill / Le Tigre) hat ihre Autobiographie »Rebel Girl« geschrieben

Nicht mehr alles anders machen

Kathleen Hanna hat ihre Autobiographie vorgelegt. Die Musikerin, vor allem bekannt wegen ihrer Bands Bikini Kill und Le Tigre, hat aber keine Chronik der Riot-Grrrl-­Bewegung geschrieben, sondern erzählt vor allem Tratsch aus ihrem Privatleben – und knickt vor vielen pseudoemanzipa­torischen Ideen der Gegenwart ein.
René Magritte, The False Mirror [Le Faux Miroir], 1928
2024/13 dschungel Eine Ausstellung untersucht die Beziehung Jacques Lacans zur Kunst

Jetzt mal bloß keine Genitalpanik!

Große konzeptuelle Artikulationen, viele Vulven: Eine Ausstellung in Metz befasst sich mit der Beziehung Jacques Lacans zur Kunst. Die Gedankenwelt des französischen Psychoanalytikers darzustellen, gelingt allerdings nur bedingt. Vielmehr wirkt die Ausstellung wie ein großer Spielpark, in dem der weibliche Körper überrepräsentiert ist.
Montserrat Roig (1946-1991)
2024/12 dschungel Sex and the City auf Katalanisch: Montserrat Roig und »Die Frauen vom Café Nuria«

Matriarchales Cut-up

Montserrat Roigs Großstadtroman »Die Frauen vom Café Nuria«, der 1971 auf Katalanisch veröffentlicht wurde, ist jetzt erstmals auf Deutsch erschienen. Er bildet den Auftakt der »Barcelona-Trilogie«, mit der Roig berühmt geworden ist. Die Verbindung von Familiensaga und Feminismus ist gekonnt, aber auch problematisch.
Experten betonten am 7. März in Berlin, dass die sexualisierte Gewalt der Hamas in ihrem Ausmaß bislang einzigartig sei
2024/11 Inland Überlebende des 7. Oktobers kämpfen noch immer darum, dass ihnen geglaubt wird

Israelinnen als Freiwild

Die sexualisierte Gewalt der Hamas wird vielerorts noch immer geleugnet, angezweifelt oder relativiert. Anlässlich des Frauenkampftags lud die Werteinitiative, Verein für jüdisch-deutsche Positionen, einen Tag zuvor, am 7. März, zu einem Podiumsgespräch ein. Chen Malka, Überlebende des Pogroms beim Supernova-Festivals, leitete den Abend mit einem Erlebnisbericht ein.
Vor Gericht. Ingrid Strobl ­während des Prozesses gegen sie Ende der achtziger Jahre
2024/07 dschungel Nachruf auf die Autorin Ingrid Strobl

Ausscheren aus den Grundüberzeugungen

Ende Januar verstarb die Feministin Ingrid Strobl, die meist dafür erinnert wird, dass sie einen Wecker für eine Bombe der Revolutionären Zellen kaufte und deshalb im Gefängnis saß. Doch die Journalistin und Autorin Strobl beschäftigte sich auch früh mit dem Widerstand vor allem jüdischer Frauen gegen den Nationalsozialismus und kritisierte ebenso früh auch den Antizionismus in der Linken.