Immer wieder verletzen russische Flugzeuge den finnischen Luftraum, viele Finn:innen fühlen sich von Russland bedroht. Die beiden Länder verbindet eine lange, konfliktreiche Geschichte.
Am 29. August wird in der Slowakei des Nationalaufstands von 1944 gegen die Nazis gedacht. Auch wenn die Wehrmacht ihn schließlich niederschlug, zeigte er, dass es möglich war, sich gegen die Deutschen zu erheben, wenn man über die nötigen Gewaltmittel verfügte.
Mit Adorno, Hannah Arendt und Wolfgang Pohrt den Autoritarismus der Deutschen verstehen: Warum AfD-Wähler keine politischen Lösungen, sondern die Zerstörung des Systems anstreben – selbst um den Preis des eigenen Ruins.
Viele, die vor dem Nationalsozialismus flohen, kamen in den Dreißigern in Prag unter. Das Sachbuch »Vertraute Fremde« erzählt, wie großzügig die Exilanten aufgenommen wurden – und wie die Stimmung kippte.
Die Tokioter Prozesse (1946–1948) gelten als das asiatische Gegenstück zu den Nürnberger Prozessen. In Japan wurden sie wenig aufgearbeitet. Das dortige Verteidigungsministerium präsentiert auf der »Ichigayadai-Tour« seine Sicht der Dinge.
An der sowjetischen Propagandakampagne gegen Israel waren wesentlich Autoren beteiligt, die ihre Inspiration in vorrevolutionären antisemitischen Pamphleten fanden. Sowjetische »Zionismusforscher« verbreiteten so weltweit antisemitische Verschwörungstheorien im Gewand marxistisch-leninistischer Ideologie.
Vor 85 Jahren begann der Massenmord an den Juden von Wilna. Das Tagebuch des polnischen Journalisten Kazimierz Sakowicz erzählt die Geschichte ihrer Vernichtung. An die Öffentlichkeit gelangten die Notizen durch den Einsatz der jüdischen Widerstandskämpferin Rachel Margolis.
Dass der 1. Mai als Tag der Arbeit begangen wird, geht zurück auf einen blutig niedergeschlagenen Streik 1886 in Chicago für den Achtstundentag. Die Geschichte der US-amerikanischen Gewerkschaften ist ambivalent: Einerseits waren sie reformerisch eingestellt, andererseits agierten sie oft militant; außerdem argumentierten sie lange Zeit rassistisch. Ein Überblick über die Arbeiterorganisationen in den USA seit dem 18. Jahrhundert.
Die deutsch-israelische Architektin Myra Warhaftig erforschte jahrzehntelang Bauten und Biographien jüdischer Architektinnen und Architekten, die im Nationalsozialismus verfolgt worden waren. Seit ihrem Tod 2008 hält die »Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten« die Erinnerung an Warhaftigs Arbeit wach.
Die US-amerikanische Künstlerin und Autorin Molly Crabapple hat ein politisches und persönliches Buch über den Jüdischen Arbeiterbund geschrieben. Sie sieht diesen als Vorbild für ihren Antizionismus, doch zeigt ihr Buch auch, dass die Geschichte des Bunds widersprüchlicher und komplizierter ist.
Die monochromen Malereien der italienischen Künstlerin Giulia Andreani, die derzeit im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen sind, sind alles andere als farblos. Sie zeigen bekannte und unbekanntere Frauen aus der Geschichte – und thematisieren damit Geschlechterverhältnisse nicht nur in der Kunst.
Schon in der Weimarer Republik gab es eine politische Selbstorganisation wohnungs- und obdachloser Menschen. Eine Kolumne über Wohnungs- und Obdachlosigkeit.