Wir sind dann mal weg, scheinen Frauen im Internet den Männern zu signalisieren. Sie stilisieren sich als selbstgenügsame, kinderlose Katzenladys oder als erfolgreiche, unnahbare »girlbosses« im freiwilligen Zölibat. Dieser Rückzug folgt einem nachvollziehbaren Impuls in Anbetracht der Partnerschaftsgewalt und emotionalen Überlastung, der Frauen in heterosexuellen Beziehungen oftmals ausgesetzt sind.
Die Schriften Sigmund Freuds zogen schon immer Kritik auf sich, heutzutage kommt diese vor allem aus antirassistischen und feministischen Kreisen. Der Geschlechterforscher und Schauspieler Thiemo Strutzenberger hat in seinem Buch »Verwendung von Freud« die Psychoanalyse wissenshistorisch eingeordnet und untersucht, inwiefern diese Vorwürfe auch auf Fehllektüren beruhen. Dabei betont er die Offenheit von und die Ambivalenzen in Freuds Text.
Trotz des großen Einflusses der Frankfurter Schule greift die Geschlechterforschung kaum auf sie zurück. Die Soziologin Barbara Umrath interessiert sich für die Kritische Theorie aus feministischer Perspektive.