Beiträge zu Interview

Sasha Dovzhyk
2026/27 Interview Die ukrainische Schriftstellerin Sasha Dovzhyk über eine Gesellschaft im fünften Kriegsjahr

»Wir machen keine Schlagzeilen mehr«

Die russische Vollinvasion der Ukraine dauert inzwischen länger als der Erste Weltkrieg. Militärisch kann sich die Ukraine halten, aber der Preis ist hoch. Die »Jungle World« sprach mit der Schriftstellerin Sasha Dovzhyk aus Lwiw über den zermürbenden Alltag im Krieg und die Verteidigung der ukrainischen Demokratie.
Michael W. Clune
2026/26 Thema Michael Clune, Autor, im Gespräch über KI-Programme an Universitäten

»Junge Leute sind skeptisch gegenüber KI«

KI-Programme sollen an Schulen und Universitäten in den USA im Unterricht eingesetzt werden. Der Autor und Literaturwissenschaftler Michael Clune findet das verheerend. Die »Jungle World« sprach mit ihm darüber, warum er sich eine Protestbewegung gegen KI wünscht.
Drei Reporter von El Bus TV bei ihrer Arbeit in Caracas
2026/26 Interview María José Dugarte Bernal, venezolanische Journalistin, im Gespräch über Berichterstattung in Zeiten der Zensur

»Was zählt, ist die Interaktion«

Seit der venezolanische Diktator Nicolás Maduro in einem US-amerikanischen Gefängnis sitzt, hat sich die Lage für die Journalisten und Oppositionellen im Land vorläufig etwas entspannt. Die »Jungle World« sprach mit der Journalistin María José Dugarte Bernal von El Bus TV über ihren Arbeitsalltag und die Veränderungen im Land.
Logo der UdSSR auf einer roten Fahne
2026/25 Interview Mikhail Akhmetev, Historiker, im Gespräch über die »Bürger der UdSSR«

Jungle+ Artikel »Ein kommerzielles Unternehmen«

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR, gehört seit bald 35 Jahren der Vergangenheit an. Trotzdem gibt es in Russland nach wie vor Menschen, die sich als »Bürger der UdSSR« bezeichnen. Im Gespräch mit der »Jungle World« erklärt der Moskauer Experte für Gesetzgebung und Praxis des russischen Staats in Sachen »Anti­extremis­mus«, Mikhail Akhmetev, was es mit diesem Phäno­­men auf sich hat.
Wird oft vergessen: der belarusissche Diktator Alexander Lukaschenka (auf dem Plakat rechts von Putin) ist ein Komplize des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine
2026/24 Interview Ales Bjaljazki, belarussischer Friedensnobelpreisträger, im Gespräch über die Repression im Land

Jungle+ Artikel »Die Menschen in Belarus wollen keinen Krieg«

Im Dezember 2025 wurde der belarussische Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki nach über vier Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Im Interview spricht er über die anhaltende Repression in Belarus, seine mögliche Rückkehr nach Belarus und darüber, warum Präsident Aleksandr Lukaschenko ohne die Hilfe seines russischen Amtskollegen Wladimir Putin nicht an der Macht bleiben würde.
A demonstrator waves a Turkish flag during a protest in Izmir, Turkey
2026/24 Thema Adem Sözüer, Verfassungsrechtler, im Gespräch über die Krise des Rechtsstaats in der Türkei

Jungle+ Artikel »Die Türkei hat eine starke demokratische Tradition«

Der Straf- und Verfassungsrechtler Adem Sözüer sprach mit der »Jungle World« über die Annullierung des Parteitags der CHP durch die türkische Justiz, die Krise der Gewaltenteilung und die Frage, ob Wahlergebnisse in der Türkei noch anerkannt werden.
Students protest demanding the resignation of Attorney General Maria Consuelo Porras and Interior Minister Gendri Reyes, after the arrest of opposition politicians in Guatemala City, Friday, May 21, 2021
2026/23 Interview Leily Santizo Rodas, Juristin, im Gespräch über Korruption in Guatemala

Jungle+ Artikel »Sie wollten mich bestrafen«

Jahrelang hatte Leily Santizo Rodas gegen Korruption insbesondere in der guatemaltekischen Armee ermittelt, dann wurde sie selbst angeklagt und floh ins Exil. Im Interview spricht die ehemalige Juristin der UN-Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala über den sogenannten Pakt der Korrupten, politische Justiz und ihre Hoffnung auf Reformen. Auch wenn die Amtszeit der umstrittenen Generalstaats­anwältin María Consuelo Porras vor kurzem endete, blickt Rodas skeptisch auf die Entwicklung in Guatemala.
Joey Ramone, hier bei einem ­Auftritt der Ramones in Berlin, 1978
2026/23 dschungel Interview mit den Herausgebern des Sammelbands »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk«

Jungle+ Artikel »Als Vorbilder dienten vor allem die Ramones«

Ohne Juden kein Punk – diese These ist gar nicht abwegig: Viele Gründungs­figuren stammten aus jüdischen Familien. Doch auch der Antisemitismus ist im Punk omnipräsent. Der Sammelband »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk« nimmt sich dieser Gemengelage an. Im Gespräch mit der »Jungle World« erzählen die Herausgeber Andreas Borsch und Tobias Johann über das Selbstbewusstsein und die subversiven Strategien jüdischer Punks und erklären, gegen wen diese sich in der Szene zur Wehr setzen müssen.
Zachary J. Braiterman
2026/22 Interview Zachary J. Braiterman, US-amerikanischer Linkszionist, im Gespräch über Zionismus und die Probleme Israels

»Israel sollte sein Haus in Ordnung bringen«

Zachary J. Braiterman versteht sich als linker Zionist und kommentiert aus dieser Warte die US-amerikanische Debatte. Die »Jungle World« sprach mit ihm über den wachsenden Antisemitismus und Gründe, Umfragen zum Thema Israel mit Vorsicht zu genießen.
Mann mit Fahne mit Abelardo de la Espriella
2026/22 Thema Natalia Orduz Salinas, Instituto de Estudios para el Desarrollo y la Paz, im Gespräch über Naturschutz und bewaffnete Gruppen in Kolumbien

»Es steht fast alles auf dem Spiel«

Kolumbiens linker Präsident Gustavo Petro trat 2022 mit dem Versprechen an, statt Bergbau und Fracking erneuerbare Energie zu fördern und die Abholzung des Regenwalds zu bekämpfen. Die »Jungle World« sprach mit Natalia Orduz Salinas von der NGO Indepaz über den Widerstand gegen seine ökologische Politik, seine durchwachsene Regierungsbilanz und darüber, warum sie nach der bevorstehenden Präsidentschaftswahl eine rechte Regierung fürchtet.
Irmin Schmidt in seinem Haus in Südfrankreich, an einem Tisch in ein Notizbuch schreibend
2026/22 dschungel Irmin Schmidt, Can-Mitgründer, im Gespräch über seine Faszination für Geräusche und sein neues Album »Requiem«

Jungle+ Artikel »Ich gehe schlaftrunken ans Klavier und lasse die Hände machen«

Mit 89 Jahren veröffentlicht das ehemalige Can-Mitglied Irmin Schmidt mit »Requiem« ein neues Soloalbum, bestehend aus zwei langen Kompositionen, in denen neben Klavierklängen auch Field Recordings zu hören sind. Mit der »Jungle World« sprach Schmidt über den Einfluss der Neuen Musik und seine Vorliebe für Geräusche.
Frau saugt unter einem Sofa, auf dem ihr Mann liegt, und hält es dabei hoch
2026/21 Thema François Kraus, Meinungsforscher, im Gespräch über religiöse Jugendliche in Frankreich

»Religion ist zu einer Identität geworden«

Die französische Jugend bewegt sich nicht allgemein nach rechts, wird aber in Teilen religiöser und reaktionärer: Die »Jungle World« sprach mit dem Meinungsforscher François Kraus über das Schwinden gewohnter politischer Koordinaten, die Polarisierung zwischen den Geschlechtern und die politischen Folgen zunehmender Religiosität.
Polizisten tragen András Jámbor weg
2026/21 Interview András Jámbor, progressiver Politiker, im Gespräch über die neue Regierung und Linke in Ungarn

Jungle+ Artikel »Ein überwältigendes Gefühl der Befreiung«

Nach 16 Jahren Herrschaft von Viktor Orbán und seiner rechtsnationalen Partei Fidesz regiert in Ungarn eine neue politische Mehrheit. Die »Jungle World« sprach mit András Jámbor, einem der profiliertesten linken ungarischen Politiker, über die Unterstützung für Péter Magyars Partei Tisza, den Zustand der ungarischen Linken und die Schwächung der Gewerkschaften.
Comicauszug mit Sprechblase "What do you mean ... time to change my system?"
2026/20 dschungel Lukas Haffert, Politologe, im Gespräch über den Welfare-Chauvinismus der AfD

»Politik für die gesellschaftlich Bessergestellten«

Die AfD erreicht in Umfragen immer höhere Werte. Insbesondere bei Kleinunternehmern und ­Produktionsarbeitern ist die völkische Partei beliebt. Der Politologe Lukas Haffert meint: Um die Partei aufzuhalten, braucht es mehr als die Verteidigung des Status quo.
Paul Mason bei einer Kundgebung am Piccadilly Circus in London, 21. Februar
2026/20 Interview Paul Mason, britischer Autor, im Gespräch über autoritäre Tendenzen in der Linken

Jungle+ Artikel »Es ist ein gefährliches Niveau des Leugnens«

Autoritäre Linke, Antizionismus, Stalinismus, der Einfluss Chinas auf westliche Bewegungen: Der britische Journalist und Autor Paul Mason warnt vor einer neuen Faszination für totalitäres Denken in Teilen der internationalen Linken. Im Gespräch erklärt er, warum junge Menschen dennoch empfänglich dafür sind, weshalb er die Erinnerung an ­stalinistische Gewaltgeschichte gestärkt sehen will.