Ohne Juden kein Punk – diese These ist gar nicht abwegig: Viele Gründungsfiguren stammten aus jüdischen Familien. Doch auch der Antisemitismus ist im Punk omnipräsent. Der Sammelband »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk« nimmt sich dieser Gemengelage an. Im Gespräch mit der »Jungle World« erzählen die Herausgeber Andreas Borsch und Tobias Johann über das Selbstbewusstsein und die subversiven Strategien jüdischer Punks und erklären, gegen wen diese sich in der Szene zur Wehr setzen müssen.
Kathleen Hanna hat ihre Autobiographie vorgelegt. Die Musikerin, vor allem bekannt wegen ihrer Bands Bikini Kill und Le Tigre, hat aber keine Chronik der Riot-Grrrl-Bewegung geschrieben, sondern erzählt vor allem Tratsch aus ihrem Privatleben – und knickt vor vielen pseudoemanzipatorischen Ideen der Gegenwart ein.