Zypern will den EU-Ratsvorsitz nutzen, um sich mit einer restriktiven Migrationspolitik zu profilieren und dem Schengen-Raum beizutreten. Dabei gehen die zyprischen Behörden hart gegen Geflüchtete vor.
Pünktlich zum Beginn von Zyperns EU-Ratspräsidentschaft bringen Korruptionsvorwürfe die Regierung der Inselrepublik in Bedrängnis. Zudem lenkt das die Aufmerksamkeit auf einen ungelösten Konflikt in der ohnehin kriselnden Nato.
Bei seinem Besuch auf Zypern hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Zweistaatenlösung gefordert. Sein Versuch, die verlassene Stadt Varosia türkisch zu besiedeln, wird von allen Seiten kritisiert.
Bei einem Spaziergang durch das geteilte Nikosia wird die ethnisch-religiöse Aufladung des Zypern-Konflikts deutlich. Man findet aber auch eine junge, linke Szene, die Solidarität hochhält.