Am 13. November 2015 ermordeten Jihadisten 130 Menschen in Paris. Die Bedrohung besteht auch heutzutage noch, doch ist das jihadistische Milieu schwerer eingrenzbar.
In Paris wurden fünf Mitglieder des »Islamischen Staats« (IS) dafür verurteilt, 2013 in einem Gefängnis in Syrien gefoltert und gemordet zu haben. Der Hauptangeklagte Mehdi Nemmouche klagte in seinem Abschlussplädoyer die westlichen Staaten an und zitierte zustimmend Wladimir Putin.
Manuel Schmitz ist Stadtführer in Brüssel. In seiner Freizeit durchwandert der Buchautor die 6.000 Straßen der belgischen Hauptstadt. Die »Jungle World« hat ihn bei einer Tour begleitet.
Das öffentlich bekannte Motiv von Abdesalem L. für die Erschießung von zwei schwedischen Fußballfans waren die Koranverbrennungen in dem Land. Aber auch der Terror der Hamas könnte eine Rolle gespielt haben.
Ende des 19. Jahrhunderts war der Brüsseler Stadtteil Molenbeek wegen seiner vielen Fabriken als »das kleine belgische Manchester« bekannt. Mittlerweile gilt er als Hochburg der belgischen Jihadisten.