Seit 56 Jahren ist der Brandanschlag auf das Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München mit sieben Toten unaufgeklärt. Nun vermutet die Staatsanwaltschaft, ein 2020 verstorbener Neonazi sei der Täter gewesen. Das wirft weitere Fragen auf.
Erst SDS-Vorsitzender, dann Verleger deutscher Klassiker – KD Wolff breitet sein Leben für seine Autobiographie »Bin ich nicht ein Hans im Glück?« aus. Das Buch beantwortet nebenbei die Frage, wie es der Altachtundsechziger im Gegensatz zu vielen seiner Genossen schaffte, seine Haut zu retten.
Das Ausmaß antisemitischer Manifestationen an deutschen Universitäten nach dem 7. Oktober übersteige jenes zu Zeiten der Achtundsechzigerbewegung bei weitem: Wolfgang Kraushaar über die Kontinuitäten des Israel-Hasses in der Linken, die Begriffsverwirrung in der Debatte über den Gaza-Krieg und das Fehlen einer Friedensperspektive in der Regierung unter Benjamin Netanyahu.
Die Mitglieder der Weiberräte des SDS kritisierten schon 1968 die Ignoranz ihrer männlichen Genossen. Eine wirkliche Revolution haben andere ausgelöst.