Krankenkassen registrieren eine Zunahme an Schlafstörungen, vor allem unter jungen Menschen. Von diesen erleben viele, dass Bildung, Fleiß und Flexibilität kein sicheres Leben garantieren. Latente Existenzangst macht sich breit.
Weil er nicht will, dass seine Versicherungsfirma Medikamente zur HIV-Prophylaxe (PrEP) bezahlt, ging ein texanischer Arzt vor Gericht. Bald wird das Urteil in der nächsthöheren Instanz erwartet.
Es stimmt: Gesetzlich Versicherte werden bei der Terminvergabe diskriminiert. Doch die immer wieder hochkochende Diskussion lenkt von den wirklichen Problemen des profitorientierten Gesundheitssystems ab.
In New York erlag der Geschäftsführer des Versicherungskonzerns Unitedhealthcare seinen Schusswunden, der mutmaßliche Täter wird in den sozialen Medien frenetisch als Rächer eines üblen Gesundheitssystems gefeiert. Eher als die soziale Not dürften den Killer aber Verschwörungstheorien motiviert haben.
Sozial benachteiligte Menschen sind öfter krank, wohnen beengter und haben eine geringere Lebenserwartung. Die Coronakrise hat diese Ungleichheiten noch deutlicher zu Tage treten lassen.
Die Briten lieben ihren National Health Service so sehr wie die Deutschen ihren Wald. Doch selbst das hat den Wahlsieg Boris Johnsons nicht verhindert.
Sich vor einer HIV-Infektion zu schützen, wird in Deutschland zur Kassenleistung. Die Debatte über das entsprechende Medikament ist moralisch aufgeladen.