Die Kolleginnen und Kollegen von Mena-Watch haben ein längeres und sehr informatives Gespräch mit dem leutes des AJC Berlin, Remko Leemhuis geführt.

 

Remko Leemhuis ist seit September 2019 Direktor des American Jewish Committee Berlin (AJC) Lawrence and Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations. Als Lobbyorganisation sieht der AJC seine Mission darin, jüdisches Leben in Deutschland und Israels Sicherheit zu unterstützen und mit gesellschaftlichen und politischen Gruppen gemeinsam gegen Antisemitismus zu kämpfen.

Viele Vorgänge findet Leemhuis bedenklich: Die mangelnde Empathie von feministischen Frauenverbänden für die Gräueltaten, die Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 verübt haben; oder die deutsche und europäische Politik des offenen Portemonnaies für die Feinde Israels wie Hamas und Hisbollah im Libanon, denn deutsche Gelder geraten ohne Prüfung immer wieder in die falschen Hände.

Klare Worte findet er für die Vorgänge an amerikanischen und deutschen Universitäten: Zerstörungswut gepaart mit Meinungsdiktatur könne man nicht unter freie Meinungsäußerung abhandeln. Das sind strafrechtlich relevante Vorgänge und die müssen geahndet und nicht schöngeredet werden. Die Direktor/innen der Berliner Universitäten erscheinen ihm blind auf dem linken Auge bis naiv im Umgang mit Studierenden und Aktivisten, deren einzig erkennbares Ziel es ist, Israel zu zerstören.

Eine Anerkennung eines Staates Palästina, der weder eine friedliche Führung noch ein tragfähiges Zukunftskonzept erkennen lässt, hält er für falsch. Auch die vom Sprecher des Bundeskanzlers verkündete Umsetzung eines möglichen Haftbefehls gegen den israelischen Ministerpräsidenten findet der AJC-Direktor äußerst bedenklich.

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