Von Tunis nach Teheran

Führen die Spuren nach Damaskus?, Bild: Freimut Bahlo 

Alarmierende Meldungen aus der Türkei:

Die Lage für die vom Islamischen Staat verfolgte Minderheit im Irak ist immer noch so aussichtslos, dass die Selbstmordrate unter Jesiden drastisch ansteigt. Für hunderttausende von Jesidinnen und Jesiden im Nordirak begann am 1. Januar das siebte Jahr in Flüchtlings-Camps für Binnenvertriebene („internal displaced“). So lange ist es her, seit 2014 der Islamische Staat über das von ihnen bewohnte Sinjar Gebirge herfiel, Tausende ermordete und über sechstausend Mädchen und Frauen in die Sklaverei verschleppte.

Seit gestern herrscht ein knallharter Lockdown in Israel. Ich habe meine Tochter zurück zu ihrer Mutter gebracht und durfte mich dazu mehr als einen Kilometer vom Haus wegbewegen. Tatsächlich waren die Straßen relativ leer und erstmals wird an den Straßensperren der Polizei auch tatsächlich kontrolliert. Zwischen Ramle-TA-Afula-TA stand ich im Bus insgesamt fünf Mal für jeweils ca. zehn Minuten in einer durch Straßensperren entstandenen Stauung. Busse waren relativ leer.

In vielen Ländern dürften die gestrigen Bilder aus Washington für gute Stimmung gesorgt haben: Ob in Nordkorea, Teheran oder Moskau. Aber nirgends feierte man wohl mit so viel Schadenfreude wie in der Türkei:

In einem 16-Punkte-Programm zur Vergeltung des Todes von Qassem Soleimani ist die Forderung enthalten, dass die iranische Regierung Israel im Jahr 2041/42 vernichtet haben muss. Letzte Woche präsentierte eine Gruppe von iranischen Abgeordneten einen 16-Punkte-Programm zur iranischen Vergeltung für

Alle fordern, man müsse "Fluchtursachen bekämpfen" und "Flüchtlinge heimaznah unterbringen". Was steckt hinter diesen Forderungen und welche Folgen haben sie, werden sie umgesetzt?    Jeder kennt ihn den Spruch: Wichtig sei es, Hilfe vor Ort zu leisten und so Fluchtursachen zu bekämpfen. Klingt gut, ist im Kern ja auch richtig nur: Was heißt das eigentlich?

Über Folgen des Krieges zwischen Aserbaijan und Armenien

Jedes Jahr sind beklagt die UN, es gäbe so viele Flüchtlinge wie nie zuvor. Nur: Was sagt das eigentlich noch aus?  

Der libanesische Journalist Kareem Chehayeb fasst zusammen, wie dieses Jahr für die Menschen im Libanon war und findet die treffend drastischen Worte für die Lage:

Der designierte US-Präsident Joe Biden plädiert für eine Beschwichtigungspolitik gegenüber den herrschenden Mullahs im Iran, wie es auch sein früherer Chef, Präsident Barack Obama, getan hat.

Ein paar Dinge kann man jedes Jahr voraussagen und sie treten dann auch ganz sicher ein. Eines davon ist, dass auch im kommenden Jahr der Staat Israel öfter als alle anderen Länder der Welt von der UN verurteilt wird. Denn so geht es schon seit Jahren Jahr für Jahr: