Am 1. November jährte sich das Bahnhofsunglück von Novi Sad zum ersten Mal. Die Mutter eines der Opfer trat aus anhaltendem Protest gegen die unzureichende Aufarbeitung am Folgetag in den Hungerstreik. Die serbische Hauptstadt erlebt einige unruhige Tage.
In Serbien verschärft sich die Lage: Polizei und regierungsnahe Schlägertrupps gehen immer gewaltsamer gegen die oppositionellen Proteste vor, während innerhalb der Bewegung nationalistische Kräfte und großserbische Forderungen lauter werden.
In Serbien könnte nun doch die Erschließung der größten Lithiummine Europas anstehen, trotz heftiger Proteste in der Vergangenheit. Die Ankündigung folgt auf Kommunalwahlen, die die Regierungspartei gewonnen hat – wobei es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten kam.
Wahlbeobachter hatten unfaire Bedingungen bei den serbischen Kommunal- und Parlamentswahlen im Dezember kritisiert. Deren Nutznießer war die Regierungspartei von Präsident Vučić. Im Juni soll nun in der Hauptstadt neu gewählt werden.
Die Parlaments- und Kommunalwahlen in Serbien im Dezember hat die nationalkonservative Partei von Präsident Aleksandar Vučić gewonnen, allerdings beanstandet die Opposition erhebliche Verstöße gegen das Wahlgesetz. Gegen diese gab es große Proteste.