Ein Spielfilm über den arabischen Aufstand in Palästina soll es sein, doch »Palästina 36« verfälscht die Geschichte durch Auslassungen, die kaum als schlichte Fehler zu erklären sind. Stattdessen gibt es schiefe Bezüge zur Gegenwart und Kitsch.
Im Westjordanland häufen sich Gewaltexzesse israelischer Siedler. Mittlerweile kritisieren selbst hochrangige Militärs und die USA die rechte Regierung Israels für ihre Untätigkeit. Die Knesset wiederum führt die Todesstrafe für verurteilte palästinensische Attentäter ein.
Die Führung der Linkspartei bemüht sich nach dem antizionistischen Beschluss des Landesverbands Niedersachsen um Schadensbegrenzung. Das Wort »Antisemit« nimmt sie aber nur in den Mund, um davor zu warnen, es als »Beschimpfung« gegen Genossen zu nutzen.
Auch zwei Jahre nach dem 7. Oktober erschüttern unvorhersehbare Ereignisse die Region, so wie derzeit Israels Angriff auf die Führung der Hamas in Doha das Geschäftsmodell von Katar als Vermittler.
Für den Iran kamen die israelischen Angriffe überraschend. Jetzt steht das Regime in Teheran an einem Wendepunkt und könnte in seiner Existenz bedroht sein.
Die Schuld am Holocaust werde in Deutschland an Muslime ausgelagert, behauptet die Soziologin Esra Özyürek in ihrem Buch »Stellvertreter der Schuld«. So steil ihre These ist, so wenig kann sie diese stichhaltig belegen.
Israelische Rechtsexperten kritisieren die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs, Haftbefehle gegen Benjamin Netanyahu und Yoav Gallant zu erlassen. Doch auch Versäumnisse der israelischen Regierung kommen zur Sprache.
Auch ein Jahr nach Kriegsbeginn hat die israelische Regierung kein Zukunftskonzept für den Gaza-Streifen. In den nördlichen Grenzgebieten Israels sind die Kämpfe zwischen Armee und Hizbollah weiter eskaliert, auch im Westjordanland geht Israel stärker gegen bewaffnete islamistische Gruppen vor.
Anpassung und Autonomie, Partikularismus und Universalismus – das sind die Pole, zwischen denen sich die jüdische Existenz bewegt. Der Soziologe Natan Sznaider hält diese Spannung für unauflösbar und schlägt in seinem Buch »Die jüdische Wunde« vor, sie schlicht zu akzeptieren.
Die Hizbollah im Libanon, die Hamas im Gaza-Streifen oder die Houthis im Jemen – Israel wird an mehreren Schauplätzen im Nahen Osten zugleich herausgefordert. Und immer ist der Iran im Spiel.
In seinem neuen Buch »Gott spricht Jiddisch« begibt sich der Autor und Theatermacher Tuvia Tenenbom auf eine Reise in die Welt der »Gottesfürchtigen« des Jerusalemer Stadtteils Mea Shearim.
Israel bereitet eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen vor, um die Hamas auszuschalten. Doch diese hat sich seit vielen Jahren darauf vorbereitet, Tunnel- und Bunkeranlagen gebaut und sich inmitten der Zivilbevölkerung verschanzt.
Erstmals fördert der Bund in diesem Jahr das Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg. Die Schirmherrin ist Claudia Roth, die Staatsministerin für Kultur und Medien. In einer Mitteilung dazu betont die Grünen-Politikerin den Kampf gegen Antisemitismus. Besonders aussagekräftig ist diese jedoch nicht.