Von Tunis nach Teheran

Mittwoch, 15.04.2026 / 10:26 Uhr

Sudan drei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges: Krieg als Ordnung – Warum die Gewalt nicht enden wird

Warum der Sudan nicht zerfällt, sondern in seiner Gewaltförmigkeit funktioniert.

Drei Jahre Krieg im Sudan – und noch immer wird so getan, als ließe sich dieser Zustand in die vertraute Formel pressen: zwei Seiten, ein Konflikt, irgendwann ein Verhandlungstisch. Wer so spricht, verwechselt Beschreibung mit Beruhigung. Denn was im Sudan geschieht, ist kein Streit, der eskaliert ist. Es ist ein System, das sich offen zeigt.

Montag, 13.04.2026 / 20:50 Uhr

"Der 3. Golfkrieg und die Folgen"

Für das News Line Magazine analysieren Hassan Hassan und Kamran Bokhari in einem lesenswerten Essay "The ‘Third Gulf War’ And Its Aftermath" die möglichen Folgen des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Dabei vermeiden sie, was gerade en vogue ist, den Iran quasi zum Sieger zu erklären und vergleichen stattdessen die Lage mit dem Irak Saddam Husseins 1991. Der hatte den Krieg geschwächt auch überlebt, teils weil Präsiden George Bush zwar zum Aufstand der Irakis gegen ihn aufrief, dann aber zögerte die Aufständischen aus zu unterstützen.

Freitag, 10.04.2026 / 22:08 Uhr

Syrien: Gewaltsame Neuverhandlung gesellschaftlicher Grenzen

Sporadische Akte massiver Gewalt und Kontroversen über die Bedeutung persönlicher Freiheiten sind im ganzen Land ausgebrochen. So verhandelt eine zerbrochene Nation ihre moderne Identität neu.

Von den Massakern an Alawiten in den Küstengebirgen im März 2025 über den Selbstmordanschlag auf die Mar-Elias-Kirche in Damaskus im Juni bis hin zu den Massakern an drusischen Zivilisten in Sweida Mitte Juli hat Syrien einen gemeinschaftlichen Schock nach dem anderen erlebt.

Freitag, 10.04.2026 / 13:15 Uhr

Reza Pahlavi und die Krise der Glaubwürdigkeit einer gescheiterten Hoffnung

Reza Pahlavis politische Rolle ist von Widersprüchen zwischen Anspruch, Rhetorik und Realität geprägt. Dies zeigt sich insbesondere in seiner ambivalenten Haltung im Kontext eines Artikels aus der Jerusalem Post: Einerseits wurden seine Aussagen als Unterstützung bzw.

Donnerstag, 09.04.2026 / 11:27 Uhr

Sudan: Sexualisierte Gewalt als Kriegsstrategie

Wie sexuelle Gewalt im Sudan zur Methode wurde – und warum das Strategie und kein Kollateralschaden ist.

Es sind nicht nur Kämpfe, die den Sudan seit April 2023 prägen. Es sind systematische Übergriffe auf Zivilisten, vor allem auf Frauen und Kinder, dokumentiert von den Vereinten Nationen, NGOs und Journalisten. Bewaffnete Gruppen – insbesondere die Rapid Support Forces (RSF) – setzen Vergewaltigung, Entführung und sexuelle Versklavung gezielt ein.

Mittwoch, 08.04.2026 / 14:53 Uhr

Was viele Iraner gerade fühlen

Arash Aziz schreibt regelmäßig über den Iran für den Atlantic  Einer seiner letzten Artikel bestand aus einer Zusammenstellung von Stellungnahmen von Iranerinnen und Iranern, die meist sagten, sie fürchteten einen Frieden mehr, als die Fortführung des Kreiges. Überschrieben war er mit dem treffenden Titel: ‘You Want to Leave Us Alone With Mojtaba?. 

Dienstag, 07.04.2026 / 22:58 Uhr

Angriffe auf Irakisch-Kurdistan gehen weiter

Seit Beginn des Krieges ist kein Tag vergangen, an dem nicht entweder der Iran oder mit ihm verbündete schiitische Milizen im Irak Ziele in Irakisch-Kurdistan angegriffen haben. Dabei kam es inzwischen schon zu vierzehn Todesfällen und über neunzig Verletzte. Menschen vor allem in Erbil und Suleymaniah leben quasi im Ausnahmezustand.

Über die Lage schreibt Skohh Mohammed:

Montag, 06.04.2026 / 23:07 Uhr

Das Zweckbündnis des Terrors am Roten Meer

Wie Huthis und al-Shabaab eine strategische Allianz formen – und warum sie mehr ist als nur ein weiteres Kapitel asymmetrischer Kriegsführung.

Die Berichte sind sich ungewöhnlich einig: Zwischen der jemenitischen Huthi-Bewegung (Ansar Allah) und der somalischen al-Shabaab hat sich in den vergangenen Jahren eine Zusammenarbeit entwickelt, die inzwischen militärische, logistische und strategische Dimensionen erreicht hat.