Beiträge zu Peru

Präsidentschaftskandidat Roberto Sánchez mit seinem Hut
2026/22 Ausland In Peru tritt ein linker Präsident­schaftskandidat gegen eine Erzkonservative zur Stichwahl an

Wahlkampf mit symbolträchtigem Hut

In Peru hat der linke Kandidat Roberto Sánchez überraschend die Stichwahl um das Präsidentenamt erreicht. Viele Wählerinnen und Wähler verbinden mit ihm den Protest gegen Rassismus, soziale Ungleichheit und die politische Dominanz der Hauptstadt Lima.
Natalia González Carrasco
2026/15 Interview Wahlen in Peru

»Viele Abgeordnete ziehen nur persönliche Vorteile«

Peru ist geprägt von politischer Instabilität, Korruption und wachsendem Einfluss organisierter Kriminalität. Am Sonntag finden nun Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Ein Gespräch mit der Analystin des Sozialforschungsinstituts Instituto de Estudios Peruanos, Natalia González Carrasco, über die politische Krise im Land und desillusionierte Wähler.
Viele junge Protestierende
2025/42 Thema Weltweite Gen-Z-Proteste – was steckt dahinter?

Von den sozialen Medien auf die Straße

Die sogenannten Gen-Z-Proteste, die sich in unterschiedlichen Weltregionen gegen Korruption, Einschränkungen der Informations­freiheit und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit richten, haben augenscheinliche Gemeinsamkeiten. Die Protestierenden sind meist Anfang 20 oder jünger, kommen aus den urbanen Zentren, nutzen soziale Medien und nehmen meist erstmals an politischen Aktionen teil.
Solidaritätszeichen mit den Bewegungen in Marokko und Nepal auf einer Gewerkschaftsdemo gegen Macrons Rentenkürzungspläne
2025/42 Thema Warum sich in Europa niemand für die Jugendproteste in Asien und Afrika interessiert

So kann es nicht weitergehen

Junge, weltweit vernetzte Protestbewegungen in Asien, Afrika und Südamerika rebellieren gegen Perspektiv­losig­keit, Korruption und verkrustete Herrschafts­strukturen. In Europa interessiert sich kaum jemand für diese Aufstände und ihre Ursachen.
Colchón de agua. Wassermatratze nennen die Einheimischen die hoch in den Anden liegenden Flächen, in denen sich kleine Lagunen bilden
2025/27 Reportage Der Bergbau in Peru verstärkt Probleme mit der Wasserversorgung

Jungle+ Artikel Gold und Wasser

Peru hat seit Jahren große Probleme mit der Wasserversorgung, die teils mit dem Klimawandel, teils aber auch mit politischen Entscheidungen zusammenhängen: Investitionen in den Bergbau haben Priorität, selbst wenn sie Risiken für die Wasserversorgung der Bevölkerung generieren.
Saúl Luciano Lliuya im Gebirge
2025/13 Interview Saúl Luciano Lliuya, peruanischer Kleinbauer, im Gespräch über den Prozess gegen den Energiekonzern RWE

»Auf einmal war die Klage wirklich ein Thema«

Mit seiner Schadensersatzklage gegen den Energiekonzern RWE hat der peruanische Kleinbauer Saúl Luciano Lliuya weltweite Bekanntheit erlangt. Dass derzeit vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt wird, ob ein einzelnes Unternehmen für Folgen der Klimakrise verantwortlich gemacht werden kann, ist ein Novum und könnte einen Präzedenzfall schaffen.
Sich ein Herz nehmen trotz Korruption und Repression. Graffito des Künstlers Pesimo in Lima
2025/12 Ausland Peru will die Kontrolle über NGOs verschärfen

Parlament contra NGOs

In Peru hat das Parlament einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Kontrolle über die NGOs verschärft. Sie sollen fortan reguliert werden wie in Russland, Nicaragua oder Venezuela.
Massenproteste gegen Präsidentin Dina Boluarte. Lima, 25. Januar 2023
2024/32 Interview Ana María Vidal, Juristin, im Gespräch über die Menschenrechtslage in Peru

»Es ist wenig von einem Rechtsstaat übrig«

Anfang des vergangenen Jahres gab es in Peru riesige Proteste und Straßenblockaden. Die Demonstranten forderten Neuwahlen und die Absetzung der Interimspräsidentin Dina Boluarte. Dazu kam es nicht, stattdessen wurden die Unruhen mit Gewalt niedergeschlagen. Die »Jungle World« sprach mit der Anwältin Ana María Vidal über Menschenrechtsverletzungen in Peru und die bisherige Bilanz der Regierung Boluarte.
Jaime Borda
2023/07 Interview Jaime Borda vom Netzwerk Red Muqui über die andauernden Demonstrationen in Peru

»Sie lassen sich ihr Recht auf Protest nicht nehmen«

Amtsenthebung und Verhaftung des linken Präsidenten Pedro Castillo im Dezember lösten Proteste aus, die bis heute andauern. Die Protestierenden fordern unter anderem Neuwahlen und eine verfassungsgebende Versammlung. Jaime Borda, Politikwissenschaftler und Koordinator der entwicklungspolitischen und bergbaukritischen NGO Red Muqui, kritisiert die harte Repression und plädiert für einen politischen Dialog.
Straßenblockade auf der Panamericana
2022/51 Ausland Peru ist nach dem Putschversuch von Präsident Castillo im Ausnahmezustand

Jungle+ Artikel Im Ausnahmezustand

Perus Präsident Castillo wollte einem Misstrauensvotum entkommen und eine Notstandsregierung einsetzen, wurde aber seines Amts enthoben und wegen Rebellion festgenommen. Tausende Menschen fordern seine Freilassung, den Rücktritt seiner Nachfolgerin Boluarte und Neuwahlen.