Beiträge von Tobias Obermeier

Loktev my undesirable Friends
2026/14 dschungel Interview mit Julia Loktev über kritische Journalistinnen in Russland

Jungle+ Artikel »Ich wusste von Anfang an, dass das Land in den Totalitarismus abrutschte«

Eigentlich wollte die Dokumentarfilmemacherin Julia Loktev kritische Journalistinnen des mittlerweile aus Russland vertriebenen Fernsehsenders TV Rain (auch bekannt als Doschd) bei ihrer Arbeit begleiten – dann aber griff Russland die Ukraine an. Im Gespräch über ihren nun erschienenen Dokumentarfilm »My Undesirable Friends: Part I – Last Air in Moscow« erzählt sie vom Aufstieg des Autoritarismus, der Taktik der russischen Führung, Angst zu verbreiten, und davon, was aus ihren Protagonistinnen im Exil geworden ist.
Eisenstein betrachtet einen Filmstreifen
2026/12 dschungel Interview mit der russischen Autorin Gusel Jachina

»Eisenstein wollte wissen, wie man das Publikum beherrscht«

Revolutionär, Nonkonformist, Regisseur: Sergej Eisenstein ist bis heute eine bewunderte und umstrittene Figur nicht nur in Russland, seine Propagandafilme wie »Panzerkreuzer Potemkin« und »Oktober« gelten als Meilensteine des Kinos. Die Schriftstellerin Gusel Jachina hat nun mit »Eisen« eine literarische Biographie über Eisenstein vorgelegt. Im Gespräch mit der »Jungle World« erzählt sie über den Einfluss des Filmemachers auf sie, sein Unterlaufen der sowjetischen Doktrin und die Schwierigkeit, eine Mischung aus Sachbuch und Roman zu schreiben.
Boxt zurück. Sakiko (Suzu Hirose) hat große Probleme mit ihrem Freund
2025/10 dschungel Die Serie »Asura« über die Sexualmoral Japans in den siebziger Jahren

Risse in der Fassade

Vier Schwestern finden heraus, dass ihr Vater eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau unterhält. Das bringt die Fabel über die Sexualmoral im Japan der siebziger Jahre ins Rollen, die der Regisseur Hirokazu Koreeda in seiner Serie »Asura« erzählt.
Kennen sich schon länger: Trump und sein designierter »Hollywood-Botschafter« Sylvester Stallone 2018 im Oval Office
2025/06 dschungel Wie die Unterhaltungsindustrie auf die erneute Präsidentschaft von Trump (nicht) reagiert

Angst um die Karriere

Nach Donald Trumps Wahlsieg 2016 stellte sich die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie beinahe geschlossen gegen ihn. In seiner zweiten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten sieht das anders aus. Nicht nur sind die Wortmeldungen aus Hollywood leiser geworden, auch schickt sich Trump an, selbst in der Traumfabrik mit Hilfe von Sonderbeauftragten mitzumischen.
Der archetypische US-Amerikaner: Henry Fonda Mitte der vierziger Jahre während den Dreharbeiten für »Faustrecht der Prärie«
2025/05 dschungel Der Film »Henry Fonda for President« porträtiert den Schauspieler als archetypischen US-Amerikaner

Der Mann der Vernunft

Alexander Horwath hat mit dem Essayfilm »Henry Fonda for President« dem US-amerikanischen Schauspieler ein Denkmal gesetzt – und erzählt darin gleichzeitig die Geschichte der Vereinigten Staaten.
Irgendwie in einer Wanne. Doris Day und Rock Hudson hätte man 1959 nicht gemeinsam in einer Badewanne zeigen können, doch der Splitcsreen in »Pillow Talk« macht zumindest die Illusion möglich
2024/47 dschungel Der Filmwissenschaftler Malte Hagener untersucht die Splitscreens im Kino

Bild mal zwei

Der Filmwissenschaftler Malte Hagener widmet sich in seinem neuen Buch dem Splitscreen – und zieht Parallelen zwischen dem Kinoverfahren und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.
Wusste sich stets zu inszenieren: Leni Riefenstahl während der Aufzeichnung zur dreiteiligen ­Dokumentation »Speer und er«, 1999
2024/44 dschungel Der Dokumentarfilm »Riefenstahl« über die NS-Propagandafilmemacherin Leni Riefenstahl

Eine begeisterte Nationalsozialistin

Der Dokumentarfilm »Riefenstahl« zeigt bisher nicht veröffentlichtes Film- und Audio­material von Hitlers Lieblingsregisseurin Leni Riefenstahl und deckt dabei nicht nur auf, wie sehr sie an ihrem Image arbeitete, sondern widerlegt endgültig die Annahme, dass sie keine enthusiastische Anhängerin der Nazis gewesen sei.