Beiträge zu Literatur

Niels Werber
2026/36 Thema Der Literatur- und Medienwissenschaftler Niels Werber im Gespräch über das Literatur-Phänomen "Perry Rhodan"

»Der ewige Frieden lässt sich nicht erzählen«

Seit 1961 wird »Perry Rhodan« wöchentlich fortgeschrieben. Der Literatur- und Medienwissenschaftler Niels Werber erforscht die erfolgreichste Science-Fiction- und Heftromanserie der Welt, die zugleich das älteste, langlebigste und meistgelesene Produkt der deutschen Nachkriegsliteratur ist – und die Fans, die an der Fortsetzung mitwirken. Die »Jungle World« sprach mit ihm über das Mutantenkorps, die Massenkultur und die Frage, warum Frieden für eine Serie ein denkbar schlechtes Ende wäre.
 »Perry Rhodan«-Cover
2026/36 Thema 65 Jahre »Perry Rhodan«

Jungle+ Artikel Deutsche Weltraumphantasien

Die seit 65 Jahren wöchentlich erscheinenden »Perry Rhodan«-Heftromane erreichten lange eine Millionenauflage. Anfangs erinnerte der namensgebende Weltraumheld noch an einen faschistoiden Führer, doch hat sich die erfolgreichste Science-Fiction-Serie der BRD über mehr als 5 000 Romane hinweg immer wieder weiterentwickelt und die Zeitgeschichte gespiegelt.
James Joyce um 1918
2026/28 Disko Disko Künstliche Intelligenz und Kreativität

Die Literatur ist tot, es lebe die Literatur

Die Künstliche Intelligenz mag den Markt für mittelmäßige Literatur alsbald übernehmen und womöglich die bisherige Infrastruktur von Publikation und Verbreitung überflüssig machen. Menschengemachte Literatur, die sich anderweitig oder eben gar nicht mehr zu Markte tragen muss oder kann, wird fortbestehen.
Ingeborg Bachmann, hier in ihrer Küche in Rom, blättert im Stehen durch eine Zeitung
2026/26 dschungel Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann

Jungle+ Artikel Arbeit? Schriftstellerin!

Die Person Ingeborg Bachmann ist in der Öffentlichkeit viel diskutiert worden, ihr Schreiben im Vergleich dazu wenig. Eine Reihe an neuen Biographien und ein Dokumentarfilm über die österreichische Schriftstellerin, die am 25. Juni ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, lassen es nun auch zu, ihr Werk, allem voran ihren Roman »Malina«, nicht mehr rein autobiographisch oder akademisch zu lesen, sondern als die Arbeit einer großen und radikalen Autorin.