Beiträge zu Musikgeschichte

Clyde Stubblefield 2015 bei ­einer Probe für einen Auftritt
2026/19 dschungel »Backbeats« stellt die wichtigsten Drummer der Musikgeschichte vor

Trommeln für umme

Für die Drummer von Bands interessiert man sich in der Popgeschichte traditionell eher wenig. Der Autor John Lingan ändert das mit seinem Buch »Backbeats«, in dem er Kapitel für Kapitel Schlagzeuger und auch eine Schlagzeugerin vorstellt – und nebenbei über Armut sowie schwarze und migrantische US-Geschichte erzählt.
S.Y.P.H. vor dem Siff. Die Band posiert vor einem Müllcontainer, ca. Anfang der achtziger Jahre
2025/30 dschungel Wie die Punkband S.Y.P.H. Anfang der Achtziger den Krautrock aufleben ließ

Punkige Krauts

Für die deutsche Punkband S.Y.P.H. ging ein Traum in Erfüllung, als sie mit dem Can-Bassisten Holger Czukay Anfang der Achtziger zwei Alben aufnahmen. Diese sind zusammen mit einer Compilation von raren Songs neu veröffentlicht worden und zeigen, dass S.Y.P.H. nicht nur den Krautrock verarbeiteten, sondern musikalisch ihrer Zeit auch voraus waren.
Gender-Bending in Aktion. Olli Wisdom, Jon Klein und Jonny Slut von Specimen bei einem Photoshooting im »Batcave Club« in London, 1984
2025/29 dschungel Die Clubszene der frühen Goth-Bewegung

Jungle+ Artikel Floorshow: Eine Nacht im Club

Goth, die »Kunst der Dunkelheit«, entwickelte sich in Großbritannien als Jugendkultur parallel zum Post-Punk ab den späten siebziger Jahren. Sexuelle Freizügigkeit und Gender-Bending waren die bestimmenden Faktoren der Bewegung, die mit einem extravaganten Dresscode und einer neuen Musik zwischen Punk und Techno einherging. Der Journalist John Robb hat nun mit »Goth. Die dunkle Seite des Punk« ein Grundlagenwerk über die Szene veröffentlicht und nimmt seine Leserinnen und Leser im ersten Kapitel mit zu einer Party in den Goth-Club.
Unsterblich. Jim Morrisons Grab auf dem Père Lachaise in Paris
2024/29 dschungel Wie die Musiker Brian Jones und Whitney Houston für immer verstummten

Jungle+ Artikel Schlussakkord

Die 31 porträtierten Musikerinnen und Musiker im Buch »Schlussakkord« haben eines gemein: Sie alle starben eines nicht natürlichen Todes. Der Musiker und Journalist Ingo Scheel erzählt in seinem Band die Geschichten solch unterschiedlicher Menschen wie Buddy Holly, »Mama« Cass Elliot, Jim Morrison oder GG Allin und gibt sich dabei immer wieder dem Kontrast zwischen fast schon mythischer Popularität und unwiderruflichem Ende hin, der die Todesarten berühmter Musiker so erschreckend wie faszinierend erscheinen lässt.
Hätten sich um ein Haar Cooles Ding genannt: Tocotronic, 1996
2024/24 dschungel Wie die Hamburger Schule mit der deutschen Sprache haderte

Jungle+ Artikel »Scheiß auf deutsche Texte«

Eine »Geschichte der Hamburger Schule« hat Jonas Engelmann mit seinem Buch »Der Text ist meine Party« vorgelegt. Die Chronik lässt auch Protagonistinnen und Protagonisten der Musikszene zu Wort kommen. In dem mit »Lyrics gegen die Quote« unterüberschriebenen Kapitel »›Scheiß auf deutsche Texte‹» dreht sich alles um die (meist fehlenden) Vorbilder und andere Tücken, mit denen die Musiker der Hamburger Schule in Hinblick auf die deutsche Sprache zu tun hatten – und wie so unterschiedliche Bands wie Kolossale Jugend, Blumfeld oder Toco­tronic dazu kamen, ein Deutsch in Anführungszeichen zu entwickeln.
Anja Huwe
2024/14 dschungel Anja Huwe, ehemalige Sängerin von Xmal-Deutschland, im Gespräch über ihr Soloalbum, die Singles ihrer Band sowie ihr Verhältnis zu Punk und Techno

»Für uns war es einfach Zufall, dass wir alle Mädchen waren«

Nach über 30 Jahren macht Anja Huwe wieder Musik. Die Sängerin der Post-Punk-Band Xmal Deutschland, die in den vergangenen Jahrzehnten als Malerin arbeitete, hat ein Soloalbum veröffentlicht, gleichzeitig werden frühe Singles ihrer Band neu aufgelegt. Im Interview mit der »Jungle World« erzählt Huwe darüber, wie sie wieder zur Musik kam und wie der Punk Ende der Siebziger und später auch der Techno sie prägten.
Felix Keiler von Die Kerzen mit tschechischem Bier
2023/39 dschungel Eine Oral History des Indie-Labels Staatsakt

Jungle+ Artikel Es leben die Drogen

Das Berliner Indie-Label Staatsakt wird 20 Jahre alt. Musiker, Label-Chef und »Jungle World«-Kolumnist Maurice Summen und der Autor und PR-Manager Markus Göres haben diesen Anlass dafür genutzt, eine Oral History des Labels mit Hilfe von Interviews mit ihren Musikerinnen und Musikern anzufertigen, die jetzt im Verbrecher-Verlag erschienen ist. Im zweiten Kapitel dreht sich alles um Drogen, aber nicht nur um Kippen, Schnaps und Kokain – denn auch andere Dinge wie Bücher, Musik und Filme machen abhängig und high.