Beiträge zu Feminismus

Oxana (Albina Korzh): »Ich werde die Welt verändern«
2025/30 dschungel Charlène Favier porträtiert die Femen-Mitbegründerin Oksana Schatschko

Verlorene Ikone

Mit nacktem Oberkörper und wütendem Gesichtsausdruck gegen Sexismus, Korruption und Polizeigewalt. Charlène Favier porträtiert in einem intensiven Film die ukrainische Aktivistin und Künstlerin Oksana Schatschko. Ohne die Femen-Bewegung zu glorifizieren, würdigt »Oxana« die visionäre Kraft ihrer Mitbegründerin.
»Die Hausfrau« von Abraham van Strij, gemalt zwischen 1800 und 1811
2025/28 dschungel Braucht das Patriarchat wirklich zwingend den Kapitalismus?

Das Geschlecht des Kapitalismus

Seit den siebziger Jahren begegnet einem in der feministischen Debatte, vor allem in der über sogenannte Care-Arbeit, immer wieder die Annahme, der Kapitalismus könne ohne Frauenunterdrückung nicht existieren. Was aber wäre, wenn Kapitalismus und Patriarchat gar nicht so kausal aufeinander bezogen sind, wie immer behauptet wird? Über das unmarxistische Arbeitsverständnis, den Hass auf Fortschritt, das Steckenbleiben in Rollenklischees und den Revolutionsfetisch in der feministischen Theorie.
Mehr Feminismus wagen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Marxistischen Arbeitswoche in Geraberg 1923, mit aufgesetzten "Pussyhats"
2025/16 dschungel Auszug aus dem Buch »Im Schatten der Tradition« über die Frauen im Institut für Sozialforschung

Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung

Die Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) wird zumeist anhand der Biographien und Werke männlicher Protagonisten erzählt. Der kürzlich erschienene Band »Im Schatten der Tradition« wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die 100jährige Geschichte des IfS und verdeutlicht die hartnäckige androzentrische Ausblendung der Tätigkeiten von Frauen am und im Umfeld des Instituts in seiner gängigen Geschichtsschreibung. Die Beiträge vergegenwärtigen, dass das IfS von Beginn an Frauen in die Forschung eingebunden hat und zu verschiedenen Zeitpunkten geschlechtertheoretische Überlegungen am Institut ent­wickelt wurden, die in Verbindung zu politischen Debatten standen. Der hier republizierte Text »Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung« eröffnet den Band.
Für einen universellen Feminismus
2025/10 Small Talk Theresa Serber, Feminism Unlimited, im Gespräch über antisemitismuskritischen Feminismus und den Protest am 8. März

»Natürlich gab’s ›hate‹ gegen uns«

Das Bündnis Feminism Unlimited ruft zum zweiten Mal zu einer feministischen Demonstration am 8. März, dem internationalen Frauentag, auf – diesmal nicht nur in Berlin, sondern in verschiedenen Städten, darunter Wien und Regensburg. Die »Jungle World« sprach mit Theresa Serber von Feminism Unlimited über die Notwendigkeit eines feministischen Bündnisses, das sich gegen patriarchale Gewalt, rechten Anti­feminismus und LGBT-Feindlichkeit stellt und dabei entschieden gegen Antisemitismus eintritt.
Sitzt auf Podien, wenn sie nicht gerade zum »­vertraulichen« Abendessen im Auswärtigen Amt geladen ist. Emilia Roig auf der Phil. Cologne, 2023
2025/09 dschungel Mit Topf­pflanzen reden: Die esoterischen Ein­lassungen der Antizionistin Emilia Roig

Jungle+ Artikel Das Private als Verkaufsargument

Eigentlich denkt man, dass sich Emilia Roigs jüngstes Buch »Lieben« eben um die Liebe dreht. Doch die zuletzt vor allem durch Anti-Israel-Tiraden auffallende Autorin und Aktivistin ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich obskuren linksalternativen Lieblingsthemen anzudienen und sich nebenbei als besonders nahbar und gefühlvoll zu inszenieren.
2025/07 dschungel Von der Coolness der Küchenschabe und andere feministische Tiergedichte

Jungle+ Artikel Der Hahn erläutert unentwegt der Henne, wie man Eier legt

Auf Schönheitsnormen wird gepfiffen, Care-Arbeit neu interpretiert, hammerharte Boss Girls geben dem abgewirtschafteten Patriarchat den Rest. Hier wird das Tiergedicht ein für alle Mal dem männlichen Blick entrissen und eine weibliche ­Perspektive in die komische deutsche Lyrik geschleust. Es werden schmerzhafte gesellschaftspolitische Themen angesprochen, aber es wird auch die Freude am kollektiven Empowerment besungen. Von Ella Carina Werner (Text) und Juliane Pieper (Illustration).
Sag mir, wo du stehst. Der sogenannte Stand- oder Sprechort hat seit Jahrzehnten in der Linken Konjunktur
2025/01 dschungel Der Band »Feministische Epistemologien« versammelt allerlei relativistisches Denken

Göttliche Tricks

Gegen die Idee der Objektivität richtete sich das relativistische Denken, dem man auch in der feministischen Theorie in Anschluss an Donna Haraway begegnet. Ihr Postulat des »situierten Wissens« war prägend, wie die Anthologie »Feministische Epistemologie« zeigt – und zwar bis in die Gegenwart, in der es zum blinden Aktivismus anleitet.
Feminae non gratae. Demonstration der Alliance of Internationalist Feminists, 8. März
2024/51 Disko Antiisraelische Feminist:innen ­ordnen Frauenrechte der postkolonialen Ideologie unter

Feminismus ohne den Faktor Geschlecht

Antiisraelische Feminist:innen ordnen den universalistischen Kampf für Frauenrechte einer postkolonialen Ideologie unter. Statt für die Eman­zi­­pation aller Frauen zu kämpfen, wollen sie vermeintlich kolonial Unter­­­drückte von einem als Unterdrücker identifizierten Westen befreien.