Artikel über Kapitalismuskritik

Komisch verstellte Form. Der Bäckermeister backt Brot, um es verkaufen zu können, und nicht, damit wir was ­Leckeres zu mampfen haben
Disko Das Bedürfnis, anders zu leben, ist ein geschichtliches und leibliches

Gefühlte Bedürfnisse

Bedürfnisse entstehen nicht in kollektiven Prozessen oder aus poli­tischen Kämpfen. Sie ergeben sich aus den Lebenserfahrungen der ein­zel­nen Men­­­schen, in denen sich die gesellschaftliche Totalität bricht und spiegelt. Von mehr...
Viel Bedürfnis, wenig Befreiung. Der kapitalistische Mensch bei der massenhaften Bedürfnisbefriedigung
Disko Nicht die falschen Bedürfnisse sind das Problem, sondern die entfremdete Form ihrer Befriedigung

Befreite Bedürfnisse

Es ist der Kapitalismus, der die Bedürfnisse der Menschen entfaltet und sie über ihre unmittelbare Naturgebundenheit hinausgetrieben hat. Die Emanzipation der Gesellschaft ist nicht durch die Befreiung von kapitalistisch geformten Bedürfnissen zu erreichen, sondern durch die nichtentfremdete Aneignung der möglich gewordenen Fülle. Von mehr...
Arbeiter in der chinesischen Stadt Fuding bei der Herstellung der Ware, die das Bedürfnis nach einer leckeren Tasse Tee befriedigen kann, 26. März
Disko Ein Plädoyer für eine Kritik des Kapitalismus statt der Kritik an Bedürfnissen

Wag the Dog

Statt von der Kritik der Bedürfnisse muss die Kritik des Kapitalismus von dem Umstand ausgehen, dass die Befriedigung von Bedürfnissen in Warenform notwendig auf Ausbeutung im Produktionsprozess fußt, unter der alle Arbeiter leiden. Von mehr...
Kapitalistischer Realismus. Der Traum, aus dem man nicht erwacht
dschungel Mark Fishers postum erschienene Vorlesungen zeigen die Brillanz seines Denkens, aber auch die Leerstellen

Aufbegehren im Kapitalismus

In seinen Vorlesungen am Londoner Goldsmiths’ College untersuchte der britische Kulturtheoretiker Mark Fisher das Begehren im und nach dem Kapitalismus. Die posthum veröffentlichten Abschriften, die jetzt auch auf Deutsch unter dem Titel »Sehnsucht nach dem Kapitalismus« erschienen sind, geben nicht nur Aufschluss über sein letztes Buchprojekt »Acid Kommunismus«, sondern offenbaren auch die Widersprüche und Leerstellen seines Denkens. Von mehr...
Club of Degrowth. In Berlin forderte ein Expertengremium 1974 ein langsameres Wirtschaftswachstum
Disko Der menschliche Lebensraum ist nachhaltig beschädigt, so auch die Utopie einer sozialistischen Gesellschaft

Beschädigte Utopie

Lange Zeit basierte die kommunistische Forderung nach einem besseren Leben für alle auf der Vorstellung eines Lebens im materiellen Überfluss. Die vorangeschrittene Umweltzerstörung fordert eine realistisch angepasste Utopie, die dennoch einiges zu bieten hätte. Disko Von mehr...
Ein Lichtlein für die Wertschöpfung. Mitarbeiter des Tesla-Werks in Grünheide bei einer Solidaritätsdemonstration für ihre Firma am Freitag vergangener Woche
Inland Die »Vulkangruppe« legte mit einem Anschlag die Tesla-Fabrik bei Berlin lahm

Lichterkette für den Standort

Die »Vulkangruppe« hat mit einem Brandanschlag das Tesla-Werk in Brandenburg lahmgelegt. Ihr Bekennerschreiben strotzt vor schräger Rhetorik, eine vernünftige Kapitalismuskritik findet sich darin nicht. Von mehr...
»Der vierte Stand«, Gemälde von Giuseppe Pellizza (1901)
Disko Nur organisierter Widerspruch der Lohnabhängigen kann Umweltzerstörungen beenden

Am Anfang war die Enteignung

Der globale Siegeszug der kapitalistischen Produktionsweise bedeutete zunächst einmal die Enteignung des Gemeineigentums und dessen Umwandlung in Privateigentum. Davon, dass im Kapitalismus der allgemeine Wohlstand gesetzmäßig ansteige, kann daher überhaupt keine Rede sein. Disko Von mehr...
Adornosche Utopie. Auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen
Disko Gesellschaftlicher Fortschritt und Wirtschaftswachstum lassen sich entkoppeln

Ein Unterschied der Art

Den kapitalistischen Wachstumszwang und seine Auswirkungen auf die Umwelt zu kritisieren, ist nicht neu oder von sich aus links. Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob man sich bei der Produktion an den tatsächlichen menschlichen Bedürfnissen orientiert oder aus völkischer oder esoterischer Ideologie heraus die Moderne an sich ablehnt. Disko Von mehr...
Xiangyun, eine der größten leerstehenden Neubaustädte Chinas
Disko Warum China die USA nicht als Hegemon ablösen wird

Chaos statt Hegemonie

Die USA sind als Hegemonialmacht in der Krise, doch das bedeutet nicht, dass China sie beerben wird. Trotzdem könnten die autoritären Diktaturen in China und Russland die Zukunft des Kapitalismus darstellen. Disko Von mehr...
Wolf Biermann
dschungel Über die Demokratie in ihrer liberalen und in ihrer sozialen Form

Staatstragender Volkssport

Über die »Demokratie« in den höchsten Tönen zu sprechen, ist angesagt – bei Linken wie bei Rechten. Bei dieser meist berechnenden Lobhudelei geht aber die Geschichte des Begriffs unter und damit das, für was er auch einmal stand – oder stehen könnte. Von mehr...
Shenzhen
Disko China strebt eine illiberale Welt­ordnung an

Präventive Konterrevolution

China ist nicht einfach nur eine weitere imperialistische Kraft im globalen Kampf der Großmächte. Vielmehr geht es dem chinesischen Regime darum, das eigene illiberale Gesellschaftsmodell international durchzusetzen. Disko Von mehr...
Haus in der ostchinesischen Provinz
Disko Die Durchsetzung bürgerlicher Freiheitsrechte wäre in China eine politische Revolution

Der Irrweg der Äquidistanz

Viele Linke in der Tradition des Marxismus-Leninismus schätzen bürgerliche Freiheitsrechte gering. Deshalb tun sie sich so schwer damit, zu dem autoritären chinesischen Staat klar Stellung zu beziehen. Disko Von mehr...
Taipeh
Hintergrund Der »Green New Deal« und die Modernisierung des Kapitalismus

Revitalisierung der Akkumulation

Der Klimawandel gefährdet das Profitregime. Für den Umstieg auf regenerative Energiequellen und kommunizierende Maschinen wird man die halbe Welt umgraben - das verschafft vor allem dem westlichen Kapital dringend benötigte Anlagemöglichkeiten. Essay Von mehr...
Schild mit Pfeil zum Börsensaal der New York Stock Exchange
dschungel Im Gespräch mit Joseph Vogl über den Coup der Gamestop-Aktionäre

»Die Literatur ist voll von solchen Dramen«

Die Verabredung zum Kauf von Gamestop-Aktien illustriert für den Kulturwissenschaftler Joseph Vogl die derzeitige Verfasstheit des kapitalistischen Systems. Subversiv sei eine solche Aktion nicht, aber bezeichnend dafür, wie viele Menschen heute als Teilnehmer in das Finanzregime eingebunden sind. Interview Von mehr...
Champagner
Thema Lobbyismus kann auch eine Waffe der Schwächeren sein

Champions müssen nicht anklopfen

Lobbyismus ist eine der unvermeidlichen Formen, in denen Interessenkonflikte im parlamentarisch verfassten Kapitalismus ausgetragen werden. Linke Kritik beschränkt sich allzu oft auf moralische Empörung und Konzernschelte. Von mehr...