Beiträge zu Theodor W. Adorno

Gillian Rose in ihrem Haus im englischen Leamington Spa
2025/49 dschungel Zum 30. Todestag der britischen Adorno-Kennerin Gillian Rose

Denken als Passion

Vor 30 Jahren starb die britische Philosophin Gillian Rose. Während sie in Großbritannien auch in Nachbar­disziplinen wie der Soziologie rezipiert wird, ist sie in Deutschland nicht nur fast unübersetzt, sondern trotz ihrer Arbeiten zur Kritischen Theorie und der Shoah nahezu unbekannt geblieben.
Die Kölner Synagoge am 25. Dezember 1959, nachdem sie an Heiligabend mit Hakenkreuzen und dem Schriftzug »Juden raus« beschmiert worden war
2025/37 Inland Die Ergebnisse des IfS-Gruppenex­periments sollen erstmals komplett veröffentlicht werden

Postnazismus in der BRD – Schuld und Abwehr

Das »Gruppenexperiment« des Instituts für Sozialforschung enthüllte Anfang der fünfziger Jahre das Fortleben der Nazi-Ideologie in den Köpfen der Deutschen. Die Ergebnisse wurden nie vollständig veröffentlicht – das soll nun nachgeholt werden.
»Wir leben in einer Gesellschaft.«
2025/34 dschungel Was der Begriff der Totalität meint – und wieso man ihn nicht aufgeben sollte

Jungle+ Artikel Totalität

Lange war er verpönt, im Zuge aller möglicher globalen Krisen hat der Begriff der Totalität aber wieder Einzug in die Debatte gehalten. Alex Struwe widmet ihm sein neues Buch mit dem Untertitel »Marx, Adorno und das Problem kritischer Gesellschaftstheorie« und versucht gleich im ersten Kapitel eine erste Antwort auf die Frage: »Was ist Totalität?«
Blick von der Ruine der ehemaligen jüdischen Festung Masada, die ein militärisch bedeutsamer Ort der Macht in Israel ist
2025/31 dschungel Gerhard Scheit, Autor, im Gespräch über die Gründe dafür, warum die Solidarität mit Israel schwindet

Jungle+ Artikel Der jüdische Souverän und die Dialektik der Aufklärung

Nach »Suicide Attack – Zur Kritik der politischen Gewalt« (2004) und »Der Wahn vom Weltsouverän – Zur Kritik des Völkerrechts« (2009) legt Gerhard Scheit sein neues Buch »Für Israel. Vier Kapitel über Souveränität als Einführung in negative Urteilskraft« vor, in dem er veränderte Konstellationen in Bezug auf Israel und den Zionismus für die Gegenwart und die Geschichte zu erhellen sucht. Ausgerechnet in einer Zeit, erklärt Scheit im Hinblick auf den 7. Oktober, in der das kritische Bewusstsein darüber, was Souveränität beinhaltet, am dringendsten nötig wird, schwinde es. Wo es verlorengeht, drohe die Solidarität mit dem jüdischen Staat einzubrechen.
Der chamäleonhafte Charakter des Antisemitismus als Herausforderung der Kritischen Theorie
2025/30 dschungel Überlegungen zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Definitionen des Antisemitismus

Jungle+ Artikel Definition, Begriff und Konstellation: Herausforderungen einer Kritischen Theorie des Antisemitismus heute

Die Diskussion über die von der International Holocaust Remembrance Alliance vorgelegte Arbeitsdefinition des Antisemitismus und die auf diese ­reagierende Jerusalem Declaration beschäftigt auch die Kritische Theorie. Dabei kann die normative Bestimmung des Antisemitismus nicht die Durchdringung des Gegenstands in seiner historischen Gewordenheit und gesellschaftlichen Verfasstheit ersetzen.
Wurstbude mit postmodernem Branding
2025/29 dschungel Markus Brunner, Buchautor, im Gespräch über die aufrührerische Dynamik des Autoritären

»Blick auf regressive Prozesse«

In seinem Buch »Sozialpsychologie des Autoritären« untersucht der Soziologe und Sozialpsychologe Markus Brunner die Aussagekraft der ­Autoritarismus-Studien des Instituts für Sozialforschung für heutige Verhältnisse. Er plädiert dafür, massenpsychologische Überlegungen stärker zu berücksichtigen, die die Dynamik gegenwärtiger Radikalisierungsprozessen nachvollziehbar machen.
Bildung nach Auschwitz. Klassenzimmer in Deutschland, 1954
2025/20 dschungel Die Bedingungen für die Entstehung des Nationalsozialismus und Erziehung nach Auschwitz

Jungle+ Artikel Durch die Kälte hindurch

Es ist kalt in Deutschland: Für den Sammelband »Halbbildung. Kritische Theorie der Pädagogik« analysiert der Mitherausgeber Patrick Viol mit Rückgriff auf Adorno die Bedingungen für die Entstehung des Nationalsozialismus, was dieser mit den Subjekten anrichtete und wie kultur­politische Initiativen einen dialektischen Begriff von Bildung, der dieser Zurichtung trotzen könnte, verballhornen.
Hatte seinen Marx gelesen: Theodor W. Adorno
2025/10 dschungel In »Adornos Kritik der politischen Ökonomie« referiert Dirk Braunstein die Marxlektüre von Adorno

Sieben Mal unterstrichen

Dass Theodor W. Adorno Marx las, und vor allem wie er ihn las, darüber hat Dirk Braunstein, der Archivleiter des Instituts für Sozialforschung, schon vor Jahren ein detailreiches Buch geschrieben, das nun in dritter, erweiterter Auflage in einem neuen Verlag erschienen ist.