Beiträge zu Überlebende der Shoah

Gedenkbücher von Überlebenden
2026/25 Disko Die Shoah-Erinnerung muss der vernichteten jüdischen Welt in Osteuropa gelten

Erinnerung ohne Substanz

Das deutsche Gedenken hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark gewandelt. Auf dem weiten Weg von der Verdrängung der eigenen Schuld zum öffentlichen Bekenntnis sind allerdings erhebliche Wissenslücken geblieben. Jüdische Erinnerungskultur hat im deutschen Gedenken bisher gar keinen Platz.
Der Junge Andor
2026/20 dschungel Der Film »Andor Hirsch« über Ungarn nach dem Volksaufstand

Aufstand gegen den Tod

Nach dem ungarischen Aufstand gegen die Sowjets 1956 legt sich der Junge Andor mit der Autorität an und wartet vergeblich auf die Rückkehr seines im Nationalsozialismus verschleppten jüdischen Vaters. Der Film »Andor Hirsch« lehnt sich gegen das Vergessen inmitten von Totalitarismus auf.
Marc Grünbaum
2025/47 Inland Marc Grünbaum, Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main, im Gespräch über Jason Stanleys Vorwürfe

»Stanley relativierte in seiner Rede die Shoah«

Der Philosoph Jason Stanley behauptet, man habe ihm nicht erlaubt, seine Rede in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zu Ende zu halten. Viele Medien stürzten sich auf die Geschichte: Da zeige sich mal wieder, dass es in Deutschland nicht möglich sei, Israel zu kritisieren. Für die Perspektive der Gemeinde interessierte sich kaum jemand. Die »Jungle World« sprach mit Marc Grünbaum, dem Co-Vorstandsvorsitzenden der Gemeinde, der den Vorgang ganz anders beschreibt.
Gesichtslose Figuren hinter einer Inschrift vor bläulichem Himmel
2025/44 dschungel Terez Rudnoys Roman »Der Tag, an dem sie freikamen« erscheint erstmals auf Deutsch

Jungle+ Artikel Helle Ellipsen dort am Himmel

Die ungarisch-jüdische Schriftstellerin Teréz Rudnóy (1910–1947) war eine der 800 Zwangsarbeiterinnen im KZ-Außenlager Lippstadt I, deren Todesmarsch gen Osten abrupt endete, was ihnen die Freiheit brachte. Davon handelt auch ihr jetzt erstmals auf Deutsch erschienener Roman »Der Tag, an dem sie freikamen«.